Durchsuche Beiträge in EducArte

 

Muttertag • • • Seit dem letzten Jahr feiert EducArte den Muttertag auf etwas andere Art und Weise als sonst üblich in Guatemala.
Wir möchten den Mamas etwas Besonderes schenken, und zwar Zeit für sich selbst. Dazu wird wieder ein kleiner Jahrmarkt mit vielen Spielen, Spaß und Preisen organisiert. Außerdem gibt es einen Raum, wo in Kleingruppen meditiert oder den Frauen zumindest diese Form der Entspannung nahegebracht wird.
Damit die Mütter diesen Nachmittag auch frei von jeglicher Erziehungs- und Aufsichtsverantwortung genießen können, wird eine Kinder- und Krabbelgruppe eingerichtet, wo die Kleinen während der gesamten Veranstaltung betreut werden.
Ein weiterer Veranstaltungspunkt ist die Wahl zum besten Kostüm, denn die Frauen wurden aufgefordert, im Kostüm zu erscheinen.

Sexualerziehung für Pädagogen • • • Auf dem Gebiet der Sexualerziehung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist EducArte eindeutig Vorreiter. Seit nun fast drei Jahren arbeiten wir in diesem Bereich. Dabei handelt es sich nicht nur um einige wenige Unterrichtsstunden oder Vorträge über die menschliche Fortpflanzung, sondern um ein ganzheitliches Bildungsprogramm, welches auf das gesamte Schuljahr angelegt ist.
Es geht vor allem darum, sich selbst kennen- und schätzen zu lernen. Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Vermittlung von angemessenem Wissen über die menschliche Sexualität, damit eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidungen getroffen werden können und somit der immensen Zahl an Schwangerschaften im Jugendalter, Aids und sexuellem Missbrauch vorgebeugt werden kann.
Auch andere Einrichtungen werden auf unsere Arbeit aufmerksam, so dass wir in diesem Monat die erste externe Weiterbildung “Sexualerziehung für Pädagogen” abschließen konnten. In sieben Sitzungen wurden Lehrer und Mitarbeiter zweier Schulprojekte mit dem Thema vertraut gemacht und dahingehend gefördert, diese Form der Sexualerziehung auch in ihrer Arbeit einzubinden.

Jahresabschluss • • • Voller Stolz und Erleichterung möchten wir mitteilen, dass EducArtes Steuerjahr 2011 geprüft und erfolgreich abgeschlossen wurde.
Ganz ohne Nachzahlung können wir nun ruhigen Gewissens weiterarbeiten.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir einmal mehr allen Freunden und Spendern für ihre Unterstützung danken. EducArte freut sich immer sehr über das große Vertrauen, dass ihr uns entgegenbringt. Dennoch erfüllt uns die Bestätigung, dass alle Gelder angemessen verwaltet und verwendet werden, ebenso mit großer Zufriedenheit.

 

::::: 2012 Spendenaktion “Faire Biketour” Frank Herrmann

Eine rund viermonatige Fahrradtour durch Deutschland, die Frank Herrmann von Anfang Juni bis Ende September 2012 durch ganz Deutschland führt.
 
Wer veranstaltet die „Faire Biketour”?
Ein Kurzprofil findet sich auf der Webseite www.frank-herrmann.ws
Kontakt auch per Mail an frank_herrmann@yahoo.com
 
Warum der Name „Faire“ Biketour?
Der Autor des Ratgebers „Fair Einkaufen-aber wie?“ hält unterwegs Vorträge zum  Thema Fairer Handel, Fair Reisen und Faire Geldanlagen.
Es werden zahlreiche „Fairtrade-Towns“ (www.fairtrade-towns.de) passiert, die vom Verein TransFair festgelegte Kriterien des Fairen Handels erfüllen.
Vorträge sind auch im Rahmen der Fairen Woche (www.faire-woche.de).
 
Welche Absicht steckt hinter den Vorträgen der „Fairen Biketour“?
Durch die Vorträge soll Bewusstsein geschaffen werden für ein faires Leben und einen fairen Umgang miteinander. Den Besuchern der Vorträge wird erläutert, warum Fairer Handel bzw. Fairer Tourismus und Faire Geldanlagen wichtige Bausteine einer generationengerechten, nachhaltigen Lebensweise sind. Darüber hinaus erhalten die Anwesenden Anregungen, wie sie eine solche Lebensweise konkret umsetzen können.
 
Was passiert noch?
Mit der „Fairen Biketour“ möchte Frank Herrmann Geld für die Kindertagestätte Educarte in Guatemala sammeln. Er hat das Projekt persönlich vor Ort kennen gelernt und beabsichtigt Unternehmen und Privatpersonen zu animieren, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. 

 

Sauberes Wasser für alle • • • Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist in unzähligen Ländern der Welt leider keine Selbstverständlichkeit…auch nicht in Guatemala. Leitungs- oder Brunnenwasser zu trinken, ist alles andere als empfehlenswert, wenngleich der Großteil der guatemlatekischen Bevölkerung keine andere Wahl hat, denn abgefülltes Trinkwasser zu kaufen gehört zum Luxus weniger Menschen in Guatemala.
Das überaus beeindruckende Projekt ecofiltro geht dieses weltweite Problem an und stellt Wasserfilter her. Mithilfe der finanziellen Unterstützung kanadischer Voluntäre war es im vergangenen Jahr möglich, mehreren Familien bei EducArte einen dieser Wasserfilter zur Verfügung zu stellen. Jedes Jahr muss der Filtereinsatz aus Ton ausgetauscht werden. Dafür haben die Familien das ganze Jahr über monatlich Geld bei EducArte gespart und konnten nun endlich ihren neuen Filtereinsatz entgegennehmen.

Mobile Bibliothek • • • Wenn niemand in die Bibliothek geht, dann kommt die Bibliothek eben zu den Leuten. Da es in Guatemala (aus verschiedenen Gründen) eine eher gering ausgeprägte Lesekultur gibt, muss man den Kindern und Erwachsenen das Wunderbare von Büchern erst einmal nahebringen und ihnen obendrein den Zugang ermöglichen.
Daher macht sich Lehrer Rony mit seinem “magischen Koffer” auf den Weg und besucht Schulen, Kindergärten und viele andere Bildungseinrichtungen, um bei den Kindern und Jugendlichen die Faszination für Bücher zu wecken.

“Gender und Gewaltprävention in Bildungseinrichtungen” • • • Dies ist der Titel und Inhalt eines Pilotprojektes, welches Direktorin Alejandra in diesem Monat begonnen hat. In einer Schule in Antigua arbeitet sie mit 305 Jugendlichen zu diesem Thema.
Ziel ist es, die Jugendlichen für dieses Thema zu sensibilisieren und zu ermutigen, sich aktiv für eine Kultur des Friedens einzusetzen. Das ist eine große Herausforderung, nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für Alejandra. Wir halten euch über den Fortgang des Projekts auf dem Laufenden.

Monat der Hygiene • • • Dieser Monat steht ganz unter dem Thema “Hygiene”.
Alle Gruppen haben dazu verschiedene Bereiche bearbeitet und am Ende des Monats ihre Ergebnisse in einer “Hygiene- Messe” vorgestellt:
Was gehört zur persönlichen Hygiene? Pflegehinweise für die Haare. Wie putzt man sich richtig die Zähne? Und warum ist dies alles so wichtig? Dies und viele weitere Fragen sind Gegenstand der Aktivität.

Bimester-Examen • • • Bei EducArte herrscht Prüfungsstress.
Alle zwei Monate werden die Schülerleistungen in jedem Fachbereich überprüft. Das führt zu allgemeiner Unruhe. Die Lehrer müssen die Examen vorbereiten und Vorbereitungs- unterricht abhalten während die Schüler lernen müssen. Sie sind so sehr auf die Prüfungen fixiert und angespannt, dass sie hinter jeder kleinen Unterrichtsaufgabe ein Examen vermuten.
Sogar die ganz Kleinen im Kindergarten und der Vorschule machen Prüfungen. In Sexualkunde gibt es keine Prüfung, sondern ein Spiel am Ende aller Unterrichtseinheiten.
Die Kids sind dennoch skeptisch.

Tag des Haustieres • • • Bevor es in die Osterferien geht, feiert EducArte den Tag des Haustieres. Dazu versammeln sich alle Schüler mit ihren Haustieren auf der Plaza in Ciudad Vieja.
Wer kein lebendiges Haustier hat, der darf sein Lieblingskuscheltier oder dergleichen mitbringen. Alle müssen der Reihe nach ihren tierischen Begleiter vorstellen und über dessen Fütterung und Haltung berichten.
Wir lernen verschiedene Hunde kennen, eine Katze, Fische, Tauben, Schild- kröten, Hamster, ein Huhn und viele Stofftiere.
Später kommen Vertreter einer Tierschutz-Organisation und stellen eher ungewöhnliche Haustiere vor, nämlich Reptilien. Sie sprechen außerdem über artgerechte Haltung und beantworten die Fragen der Kids.

“Der Tag an dem ich zur Mutter wurde” • • • In der “Elternschule” geht es in diesem Monat darum, gedanklich zurückzukehren und den Moment nachzuempfinden, als man zum ersten Mal schwanger war und das erste Kind zur Welt brachte.
Welche Gefühle und Veränderungen dies mit sich brachte, darüber tauschen sich die Frauen aus. Nicht immer sind das positive Gefühle und nicht immer sind das angenehme Erfahrungen. Ziel dieser Übung ist es, Aspekte der eigenen Geschichte und seines Kontextes zu erkennen und die verschiedenen Gefühle (wieder-) zuentdecken, die mit der Geburt des ersten Kindes zusammen- hängen, um über dieses einschneidende Lebensereignis sowie und dessen Adaption zu reflektieren.
Eine vertrauensvolle Grundlage innerhalb der Gruppe zu schaffen, in der sich die Frauen öffnen können, ist das Ziel jeder einzelnen monatlichen Versammlung.
Die folgende Zusammenfassung dieser Sitzung stammt von einer der Mütter: “Wie auch der Umstand sei, ein Kind ist immer ein Geschenk Gottes und dessen sollten wir uns immer bewusst sein, denn viele Menschen können keine Kinder bekommen, während einige von uns aufhören sollten, so viele in die Welt zu setzen.”

 

Valentinstag • • • Der Valentinstag gilt auch in Guatemala allen sich liebenden Paaren, aber vor allem wird er als Tag der Freundschaft und Zuneigung gefeiert.
In diesem Jahr wird dieses Fest bei EducArte mit dem Karneval zusammengelegt und obendrein vom Schülerrat organisiert. Der Rat hat die Schüler befragt, Geld gesammelt und das Fest vorbereitet. Es werden Briefe ausgetauscht in denen Freundschaft und Bewunderung zum Ausdruck gebracht wurden und es werden nach Karnevaltradition mit Konfetti gefüllte Eierschalen auf den Köpfen zerbrochen.
Es gibt viele Spiele, Preise und leckeres Essen. Eine höchst interessante Aktivität ist das Heiraten. Überwiegend freiwillig, oft aber auch unter sanften, manchmal auch weniger sanften Druck finden sich Paare und werden verheiratet.
Beim Tanzen haben alle ihre Freude und wollen gar nicht mehr aufhören. “Nur noch ein Lied” betteln die Kinder, dann geht es nach Hause. Am abend findet für alle Interessierten eine Gesprächs- runde über Anti-Liebe statt, wo verschiedenen Haltungen und Konzepte von Liebe diskutiert werden.

Körperliche und geistige Aktivierung • • • Nun sind schon bald zwei Monate Schulbetrieb vergangen und man spürt die Anspannung der Kinder. Sie sind müde, schalten manchmal einfach ab und können sich nur schwer konzentrieren.
Zeit für Abwechslung: An einem Nach- mittag gehen wir gemeinsam zum Dorfplatz und veranstalten eine Ralley. Es gibt fünf Stationen, an denen die Kinder geistig und körperlich gefordert werden. Sie müssen Aufgaben zum logischen Denken lösen, Koordinationsübungen mit Bällen machen, im Team einen mensch- lichen Knoten lösen, auf kreative Weise ein Tierkonzert vorstellen und ihr Gleichgewicht schulen.
Auch die Lehrer und Mitarbeiter müssen ran und dieselben Stationen durchlaufen. Am Ende wird deutlich sichtbar, dass diese Form von Aktivitäten wohl häufiger gefördert werden muss. Der Großteil der Teilnehmer zeigt klare Schwierigkeiten bei allen Stationen.

Tag des Schlafanzuges • • • Weniger hektisch ging es wohl bei den meisten Kindern und Angestellten am Morgen des letzten Tages im Februar zu, denn es war Tag des Schlafanzuges, so dass es vom Bett direkt zur Schule gehen konnte.

 

Spenden für den Start ins neue Jahr • • • Januar ist der kostenintensivste Monat des ganzes Jahres für Bildungseinrichtungen und Familien. Es müssen Unterrichtsmaterialien für das ganze Jahr gekauft werden. Dazu kommen neue Schuluniformen und endloser und ebenfalls kostenaufwendiger Papierkram bei den Behörden und den Einschreibungen.
Jedes Jahr sieht EducArte diesem Monat besorgt entgegen und hofft auf ein Wunder. Und Wunder geschehen tatsächlich. Im letzten Jahr hatte uns die Familie unseres lieben Freundes Theo Schlaghecken mit einer sehr großzügigen Spende den Jahresstart erleichtert und auch in diesem Jahr kamen von dieser Seite – leider aus sehr traurigem Anlass – fast 2000,- € zusammen.
Wir danken allen Spendern.
Ein weiterer unerwarteter Geld- und Materialsegen kommt von einer australischen Schülergruppe. Die Jugendlichen gingen sogar arbeiten, um diese Hilfe für EducArte finanzieren zu können. Vielen Dank für eure Bemühungen.

Der erste Schultag • • • Zum ersten Schultag haben sich die Lehrer etwas Besonderes für ihre Schüler einfallen lassen.
In gemischten Gruppen werden Spiele gespielt, die die Gemeinschaftlichkeit fördern und darüber hinaus auch Spaß machen. Die Kinder sind begeistert und erleben einen aufregenden ersten Schultag.

Lehrerweiterbildung • • • Und auch die Mitarbeiter lernen spielerisch neue Techniken und Anregungen für den täglichen Unterricht kennen. Zwei professionelle Clowns aus Brasilien bilden uns weiter zu Übungen der Körpermotorik, Kreativität, Spontaneität und Ausdruck.

Tag des Hutes • • • Jeden Monat gibt es einen Thementag. In diesem Monat ist es der Tag des Hutes. Ausnahmslos alle sollen mit einem Hut, einer Mütze oder anderweitigen Kopfbedeckung kommen. Wer ohne Hut kommt, muss Strafe zahlen.
Diese Aktion ist witzig und soll obendrein den Kindern die Furcht nehmen, sich vor anderen lächerlich zu machen. Dabei lernen sie über sich selbst zu lachen und formen ihren Charakter.
Zufällig war gerade Elternschule angesagt, so dass auch alle Eltern mit Hut erschienen.

 

Kunstfestival • • •  Alle Jahre wieder findet das Kunstfestival von CasaSito statt. Neben weiteren Organisationen nimmt auch EducArte daran teil.
Unter Anleitung von Kunstlehrer Rony Quiñonez arbeiten 26 Kinder unterschiedlicher Altersklassen an ihren jeweiligen Werken…mit sehr großem Erfolg, denn 8 von ihnen gewinnen in den verschiedenen Kategorien. Außerdem erhält EducArte den ersten Preis für das Gemeinschaftskunstwerk. Jede Organisation muss außerdem einen Bühnenauftritt vorbereiten.
Die EducArte-Kids präsentieren mit Direktorin Alejandra eine Art “Stomp Choreographie”. Dabei benutzen sie Hände und Füße sowie alltägliche Gegenstände, um rhythmisch Musik zu machen. Alle Werke findet ihr in der Gallerie unter dem Newsletter auf unserer Internetseite www.educarte-guatemala.org.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Christoph und Katharina Probst sowie ihren Familien und Freunden, deren Spende den Kauf der Kunstmaterialien und somit die Teilnahme erst ermöglicht hat. Die Spende war ausreichend, um sogar unsere Weihnachtsfest ganz groß zu feiern. Danke schön.

Zeugnisübergabe • • •  Sehr emotional ging es bei der Zeugnisübergabe zu. Schließlich verabschieden sich einige Kinder von EducArte. Manche besuchen nach der Vorschule andere Grundschulen und zwei Schülerinnen haben in diesem Jahr die Grundschule erfolgreich abgeschlossen und bedanken sich für die wundervolle Zeit bei EducArte.

Plätzchenbacken • • •  Als Abschlussaktivität des Ferienclubs wird die “Weihnachtsbäckerei-EducArte” eröffnet.
Vier Tage lang wird eifrig gewogen, geknetet und Plätzchen geformt. Sogar die ganz Kleinen sind fleißig, stechen Formen aus und verzieren die fertig gebackenen Plätzchen. Die Plätzchen werden jedoch nicht gleich verzehrt, sondern aufgehoben. In den Genuss kommen die Kinder erst bei der Weihnachtsfeier, wo jeder sein Beutelchen voller Weihnachtsplätzchen mit nach Hause nehmen darf. Gemeinsam mit Paulo von CasaSito moderiert Fressy das Festival.

Weihnachtsfeier • • • Und wieder ist ein Jahr vergangen und EducArte blickt zufrieden zurück. Wir haben viel geschafft in diesem Jahr und darauf sind wir sehr stolz. Aber es gibt noch etwas zu feiern. EducArte hat nämlich sein 10- jähriges Jubileum.
Auch wenn EducArte erst im Jahr 2002 die Arbeit als Stiftung aufnahm, so haben die ersten Aktivitäten mit den Kindern schon viel früher begonnen. Das soll gefeiert werden. Dafür dürfen wir den Gemeindesaal in Ciudad Vieja benutzen. Dort wird ein buntes Programm präsentiert und anschließend gemeinsam gegessen. Am Ende dürfen die Kinder ihre Bastelarbeiten aus dem Ferienclub mit nach Hause nehmen. Doch der Höhepunkt des Festes ist die Überraschungsaufführung des “Grinch”. Unter Anleitung von Rafael Hernández arbeiten die Kinder lediglich zwei Wochen an dem Stück und bringen ein wunderschönes und sehr lustiges Improvisationstheater auf die Bühne. Neben all der künstlerischen und musikalischen Darstellungen versäumte es EducArte nicht, sich einmal mehr bei drei Organisationen zu bedanken. CasaSito, Fundación Los Niños und Spongo die Kinderstiftung bringen uns sehr großes Vertrauen entgegen, indem sie unsere Arbeit unterstützen. Dafür möchte sich EducArte ganz herzlich und symbolisch mit einer Urkunde bedanken.
Unser Dank gilt aber selbstverständlich auch unseren Freunden, denen, die uns und die Kinder mit einer Patenschaft unterstützen, die anderweitig für EducArte spenden, die freiwillig helfen, die unsere Newsletter lesen, die von uns erzählen, den Kinder, die zu uns kommen, deren Familien und vor allem auch unserem tollen Arbeitsteam. Ohne all diese Menschen wäre die Arbeit von EducArte nicht möglich. Vielen Dank.

 

“Ferienclub” • • •  Die Ferien haben begonnen und mehr als 70 Kinder haben sich im Ferienclub eingeschrieben. Morgens kommen die “Kleinen” und nachmittags die “Großen” zu den jeweiligen Ferienangeboten. Dazu gehören: Zeichnen und Malen, Basteln, Sport, Recycling- Kunst, Tanz und Spiele.
Neben den altbekannten EducArte-Kids sind in diesem Jahr auch viele neue Kinder und damit auch neue Energie dazugekommen.
An vier Tagen in der Woche gibt es Ferienveranstaltungen und freitags wird für Lehrerweiterbildungen und Planung freigehalten.
Ebenso Teil des Ferienprogrammes sind die wöchentlichen Exkursionen. Jede Woche wird eine Fabrik, ein Betrieb oder eine Farm vorgestellt, um den Kindern bestimmte Arbeitsprozesse und Aufgabenfelder nahezubringen.
Zu Fuß oder mit dem Auto besuchen wir einen Betrieb, der Gemüse exportiert, eine Marmeladen- und eine Teppichfabrik und eine Macadamiafarm. Die Kinder sind begeistert. Es ist eine sehr schöne und aufregende Erfahrung für alle Beteiligten.

Wir denken über “Gender” nach • • •   An fünf Sonntagen kommen acht junge Mädchen bei EducArte zusammen, um sich unter der Leitung von Direktorin Alejandra mit dem Thema “Gender” auseinanderzusetzen.
Auf den Straßen Ciudad Viejas machen sie Umfragen zum Thema. Es handelt sich dabei um Fragen zu Stereotypen, z.B. wer das Sagen im Haus habe und vor allem Fragen zu Gewalt und Rechten. Die Gruppe bringt erschütternde Ergebnisse zusammen, von denen hier nur drei kurz genannt werden sollen: Einmal heißt es, dass Belästigung auf der Straße noch keine Gewalt sei, solange man niemanden anfasse. Eine weitere Antwort war, dass Frauen erst ein Recht auf Gesundheit haben, wenn sie verheiratet sind. Anderen geben an, dass Mädchen erst zu Hausfrauen erzogen werden müssen und dann eventuell Zugang zu Bildung erhalten sollten. Schockierend ist außerdem die Tatsache, dass sowohl Männer als auch Frauen derartige Äußerungen machen.
Abgesehen von den Umfragen und deren gemeinschaftliche Auswertung und Diskussion, erhalten die Mädchen Sexualkunde. In der letzten Sitzung wird ein Dokumentarfilm über eine Guatemaltekin gezeigt, die darum kämpft, dass der Mörder ihrer Schwester für sein Verbrechen bestraft wird. Im Anschluss an diesen aufwühlenden Film wird mithilfe einer Geschichte über ein Mädchen diskutiert, wann Gewalt stattfindet und wie man frühzeitig Situationen erkennt, die zu Gewalt führen können.
Stolz nehmen die acht Teilnehmerinnen ihr Diplom entgegen und feiern dies in einer Abschlussveranstaltung mit ihren Eltern bei EducArte. Gleichzeitig dient der Workshop auch zur Vorbereitung eines fünftägigen Intensiv-Workshops mit einer Gruppe USamerikanischer Studentinnen, die ausschließlich für diese Veranstaltung nach Guatemala gereist ist.

“Nein!” zur Gewalt gegen Frauen • • • Für eine Woche sind sie nach Guatemala gekommen, um EducArte kennenzulernen und sich damit auseinanderzusetzen, wie Frauen in einer anderen Kultur leben. Gemeinsam mit Alejandras Workshopgruppe verbringen die Studentinnen fünf Tage, lernen sich kennen, tauschen sich aus und arbeiten zu verschieden “Gender”-Aspekten. Jeder Tag hat ein bestimmtes Thema, nach dem sich die verschiedenen Aktivitäten richten.
Erstes Thema ist: Gesundheit. Dazu besuchen sie die Asociación Manos Abiertas (dt. Offene Hände) in Ciudad Vieja, die Frauen Aufklärung zur Familienplanung, gynäkologische Untersuchungen, Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe anbieten. Das Dienstagsthema heißt: “Die Entwicklung der Frau”. Hierfür fährt die Gruppe in die Gemeinde Santiago Zamora und lernt die dortige Frauenkooperation der Weberinnen kennen.
Mittwoch gilt der Sexualkunde und am Donnerstag wird mittels eines Dokumentarfilms Gewalt thematisiert. Am Abend dieses Donnertags feiern alle gemeinsam den amerikanischen Feiertag Thanksgiving.
Höhepunkt aller vorherigen Veranstaltungen ist die alljährliche Demonstration gegen die Gewalt gegen Frauen am Freitag, den 25. November. Vor allem in der Hauptstadt wird an diesem Tag demonstriert, doch EducArte ist der Meinung, dass es ebenso dringend notwendig ist, die Bevölkerung in Ciudad Vieja auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Schließlich gibt es genau hier in unserer Gemeinde ein besonders hohes Vorkommen innerfamiliärer sowie sexueller Gewalt. Mit Bannern und Schildern laufen wir durch die Straßen und verlesen über Lautsprecher, was als Gewalt zu bezeichnen ist und dass Frauen Rechte haben. “Wir sind nicht einverstanden und wir tolerieren keine Form von Gewalt” lautet die allgemeine Botschaft.
Schon jetzt gaben die Studentinnen bekannt, dass sie diese Reise im Jahr 2013 wiederholen möchten. Noch am selben Abend spricht Direktorin Alejandra in einer anderen Einrichtung über die Gewalt gegen Frauen in Sacatepéquez (dem Departamento, dem Antigua und Ciudad Vieja angehören)

 

“Kindertag” Kindertag wird in Guatemala am 1. Oktober gefeiert, ein Samstag in diesem Jahr. Durch die mit Luftballons geschmückte Tür hindurch finden sich die Kinder bei EducArte ein. Zu Beginn werden verschiedene Bewegungsspiele durchgeführt, um die Kinder zu entspannen und auf den eigentlichen Höhepunkt vorzubereiten.
Wir sehen uns einen Film an. Oben im Konferenz- und Gruppenraum machen es sich alle auf dem Boden bequem. Die Fenster sind verhangen und im Dunkel ist nur noch leises Kichern und das Knuspern von Popcorn zu hören.
Wir sehen uns die Neuverfilmung der Schlümpfe an und auch wenn die Aufmerksamkeit der Kinder zum Ende des Films hin etwas nachlässt, genießen doch alle einen schönen Nachmittag.

Festival bei “Los Patojos” Jedes Jahr veranstaltet die Organsation “Los Patojos” ein Kunstfestival, zu dem auch Kinder von anderen Einrichtungen eingeladen werden. Neun Jungs und Mädchen von EducArte sind auch dabei. An drei Tagen nehmen die Kinder an verschiedenen Workshops teil und präsentieren am vierten Tag ihre Ergebnisse vor Publikum.
Am ersten Tag stellen sich die Leiter der jeweiligen Arbeitsgruppen vor. Dazu gehören: Break Dance, Fotografie, Jonglieren, Grafik Design, Musik und Theater. Die Kinder sollten sich bereits vorab für eine Gruppe entscheiden. Allerdings hätte man wohl, vor allem den Mädels, vorher die Übungsleiter vorstellen sollen.
Nachdem die Workshops mit den Verantwortlichen präsentiert worden waren, änderte dann doch die eine oder andere ihre Meinung. Der Großteil versuchte sich daher in Break Dance und die anderen lernten Jonglieren.

“Rebellische Nacht” “Eine rebellische Nacht guatemaltekischen und lateinamerikanischen Gesangs und Poesie, mit Worten und Gefühlen, die des Traums und der Aussicht auf ein anderes Guatemala entstammen.” So wurde die Veranstaltung bei EducArte angekündigt und durchgeführt. Die Anwesenden erlebten einen wundervollen und nachdenklichen Abend.

“Halloween” Auch Guatemala feiert Halloween, zumindest tut das EducArte Jahr für Jahr.
Dieses Mal ist das Fest auch gleichzeitig Abschied von der Schule und Einstieg ins Ferienprogramm. Die Kinder von EducArte und auch neu hinzugekommene verbringen gemeinsam und kostümiert einen Nachmittag voller Spaß und Spiele.

September 2011

“Tag der Unabhängigkeit” Wie jedes Jahr feiern die Schulen den Tag der Unabhängigkeit bereits am 14. September, einen Tag vorher. So auch EducArte. Man versammelt sich im Park von Antigua, wo der zivile Akt und verschiedene Spiele stattfinden, die Fackel wird entzündet und zurück nach Ciudad Vieja getragen.
Im Vorhinein wird jedoch kritisch betrachtet, was eigentlich gefeiert wird. Es heißt: Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität. Doch wie unabhängig und souverän ist das Land Guatemala wirklich? Wie frei sind seine Bewohner? Was hat Guatemala an diesem 15. September wirklich zu feiern?
Auch wenn es Vorwärtsschritte gibt, die man keinesfalls verleugnen kann und darf, so ist es offenbar noch ein weiter Weg bis sich das guatemaltekische Volk wirklich frei und unabhängig nennen kann. Aus diesem Grund soll der Unabhängigkeitslauf mit der Fackel ein Lauf der Hoffnung sein, Hoffnung auf wirkliche Freiheit, Hoffnung auf Verbesserung.

“Tag des Friedens” Am 21. September ist Tag des Friedens und dafür begibt sich EducArte zur Plaza in Ciudad Vieja, um den Leuten diesen Tag nahezubringen.
In vier Gruppen eingeteilt arbeiten die Teilnehmer gemeinsam zu ihrem jeweiligen Element: Erde, Wasser, Feuer und Wind, denn Frieden mit dem Planeten wird als Grundlage festgelegt. Im Anschluss erhält jede Gruppe einen Spruch, den es zu interpretieren gilt. Gemeinsam erarbeiten sie ein Plakat zum Thema. Die Kinder verteilen weiße Stoffbänder als Symbol des Friedens an die Passanten und laden diese ins “Friedensmuseum” ein, wo die jeweiligen Gruppen statuenhaft präsentieren, was Frieden für sie bedeutet.

“Kultureller Überfall” Thema dieses Überfalls ist “Selbstschutz”, um sexuellem Mißbrauch vorzubeugen. Dabei wird den Kindern mithife verschiedener Übungen nahegebracht, auf ihren Körper zu hören, unangenehme Gefühle wahrzunehmen und dementsprechend zu reagieren.
Sexueller Mißbrauch ist ein äußerst wichtiges Thema, da er leider für sehr viele Kinder in Guatemala traurige Realität ist. Die einzelnen Übungen zeigen, wie schwer es den Kindern fällt, ihre eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen und die der anderen wahrzunehmen.

“Workshop mit Bianca” Vor drei Jahren war sie das letzte Mal in Guatemala und hat dabei auch EducArte kennengelernt. Nun war die Psychologiestudentin aus Gießen fast fünf Wochen zu Besuch und veranstaltete einen kleinen Workshop mit acht EducArte-Kids. Gemeinsam gestalten sie einen Kalender für das Jahr 2012. “Typisch Guatemala” ist dabei die einzige Vorgabe. Die Kinder malen, kleben, gehen auf die Straße und machen Fotos. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und das soll es natürlich auch. Wir sind sehr stolz auf unsere kleinen Künstler, die alle zwischen 5 und 9 Jahren alt sind.
EducArte und vor allem die Teilnehmer des Workshops möchten sich recht herzlich bei Bianca, die inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, für die Zeit und Geduld bedanken. Außerdem gilt der Dank auch Marika Lamprecht aus Uichteritz in Sachsen-Anhalt, deren großzügige Spende dieses Projekt finanziell erst möglich gemacht hat.
Selbstverständlich lassen wir euch so bald wie möglich wissen, wo der Kalender in Deutschland erhältlich ist.

“Schwangerschaftsprävention” Am 26. September ist der internationale Tag der Prävention von Schwangerschaften im Kindes-und Jugendalter. In Lateinamerika und vor allem in Guatemala ist die Zahl der ungewollten Schwangerschaften bei jungen Mädchen höchst alarmierend. Viele sind erst 13 oder 14 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen und besiegeln somit oft eine Zukunft in Armut, ohne Hoffnung auf Bildung und damit auf eine Verbesserung ihrer Lebenslage.
Zu diesem Anlass wurden EducArte und eine weitere Organisation in ein Gesundheitsprojekt eingeladen, um diese ernste Angelegenheit zu einem wichtigen Thema zu machen. Während die Organisation Alas/ Wings, mit den Jugendlichen arbeitete und anschließend eine Gesundheitsmesse mit Spielen und Fragen zum Thema organisierte, sprach EducArte mit ungefähr 35 Frauen und 2 Männern zu dem Thema “Was können wir als Eltern tun, um eine ungewollte Schwangerschaft bzw. Vaterschaft unser Kinder zu verhindern?”.
Es ist immer ein wenig heikel Sexualität und vor allem Verhütungsmethoden zum Thema zu machen. Man weiß nie, wie die Leute reagieren. Offenbar hatten wir Glück, denn alle Anwesenden im Raum hatten Eines gemeinsam, und zwar den Wunsch, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Und dazu ist es notwendig, sich zu informieren, um seine Kinder angemessen orientieren und unterstützen zu können.

“Einweihung” Endlich ist EducArte eingerichtet und hat sich im neuen Haus eingelebt, so dass wir schließlich auch unsere Einweihung feiern konnten. Leider erschienen weit weniger Leute als erwartet, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat.
NACHTRAG: Wir möchten uns noch recht herzlich für die Umzugsspende von Familie Pietsch, Mareike Junge und Helmar Jackisch bedanken. Der etwas späte Geldregen ermöglicht es uns, einige noch ausstehende Arbeiten am Haus vorzunehmen. Danke schön.

August 2011

“Willkommen im neuen Haus” Am 1. August hat das neue EducArte-Haus seine Türen geöffnet. Während der ersten Führung staunten Kinder und Eltern nicht schlecht. So groß und so hell. Besonders die jüngeren Kinder waren hellauf begeistert, so dass ihre Pausenbeschäftigung darin bestand, die Treppen hoch und runter zu stürmen. Andere verliefen sich auf den Weg zur Toilette…natürlich nur die Kleinen, die sich erst einmal orientieren mussten. Auch die älteren Kinder und Eltern fanden viele positive Worte.
Dank Voluntärin Nina fand sogar ein Willkommensfest für die Kinder und Mitarbeiter statt. Es gab Kuchen und Popcorn und als Höhepunkt die Vorstellung eines Pantomimes, der Kinder und Betreuer in seinen Auftritt einbezog und zum Lachen brachte. Gleichzeitig war dies auch der Abschied von Nina, die wir sehr vermissen werden. Vielen Dank für deine Unterstützung.

“Kultureller Überfall”: In regelmäßigen Abständen werden die Kinder bei EducArte aus ihren Klassen und damit aus ihrer täglichen Routine geholt und versammelt. Kinder und Mitarbeiter sollen sich strecken und Arme und Beine ausschütteln. Im Anschluss sollen alle paarweise und mit geschlossenen Augen tanzen. Niemand muss befürchten, dass sich jemand lustig macht. Jeder kann sich ausleben und bewegen wie er will.
Bei der nächsten Übung werden die Partner gewechselt. Ein Partner schließt die Augen und lässt sich von dem anderen durch den Raum führen, wobei sich nur die Spitzen des Zeigefingers berühren dürfen. Später werden zwei Gruppen gebildet, die jeweils ein Holzstäbchen mit dem Mund herumgeben müssen und sich danach darüber austauschen, wie sie sich dabei gefühlt haben.
Bei der letzten Übung geht es darum eine “Puppe” zu verkaufen. In vielen Kleingruppen wird eine Person als Puppe zum Verkauf angeboten. Dabei sollen die Verkäufer die guten Eigenschaften dieser Person/ Puppe anpreisen.
Am Ende umarmen sich alle Teilnehmer der Reihe nach.
Mithilfe dieser “Überfälle” sollen Selbstbewusstsein, Gruppengefühl und der sprachliche und körperliche Ausdruck gefördert werden. Außerdem dienen sie dazu, neue Energie zu schöpfen und die alltägliche Routine zu durchbrechen.