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3848-mal von Ciudad Vieja nach Antigua

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Das ist die Strecke, die Frank Herrmann bei seiner “Fairen Biketour” in Deutschland mit dem Fahrrad zurückgelegt hat. 

Damit sich die Kinder vorstellen können, wieviel 4618 Kilometer und 40769 Höhenkilometer sind, hat er sich die Mühe gemacht, die Zahlen in Einheiten umzurechnen, die für sie besser nachvollziehbar sind. Das ist als so viel wie in 114 Tagen 3848-mal nach Antigua zu fahren und von den Höhen-unterschieden her 110 mal den Vulkan Agua zu besteigen. Da staunen die Kinder nicht schlecht. 

In einer kleinen Präsentation stellt Frank einige Orte auf seiner Route vor, beantwortet neugierige Fragen und kommentiert witzige Bemerkungen der Kids. 

 

Karneval und Valentinstag

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Wie schon des Öfteren wird bei EducArte Karneval und Valentinstag zusammengelegt. Warum auch nicht? Wann sonst bekommen Spiderman und andere Superhelden die Möglichkeit, kleine Freundschaftskärtchen auszutauschen. Die Feier ist am 12. Februar, also noch vor dem eigentlichen Valentinstag. Doch zunächst muss noch Einiges vorbereitet werden.

Die Freundschaftskärtchen müssen gebastelt und die Eierschalen bemalt und mit Konfetti gefüllt werden. Bei den Eiern handelt es sich um eine typische Karnevalstradition. Sie werden später beim Fest auf den Köpfen zerschlagen. Das hört sich brutal an, ist aber ein Heidenspaß für alle…und noch Tage später findet man Konfettireste in den Kleidern und sämtlichen Ecken und Ritzen des Hauses. 

Dann ist es endlich soweit.  

Stolz zeigen sich die Kinder in ihren Kostümen bei dem Umzug durch die Straßen Ciudad Viejas. 

Später finden sich alle wieder bei EducArte ein und die Feier kann beginnen.

Den eigentlichen Valentinstag feiert dann jede Gruppe ganz speziell, so wie hier im Bild die Kleinsten bei EducArte.

 

Lebenslanges Lernen

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Was vielleicht wie eine Strafe klingen mag, soll lediglich deutlich machen, dass sich EducArte als Organisation und jeder Einzelne im Team ständig weiterentwickelt und neu dazu lernt. Solche Prozesse sollen daher zusätzlich mit Weiterbildungen gefördert werden. So nehmen die Mitarbeiter verschiedene Weiterbildungsangebote wahr und erweitern damit nicht nur ihren persönlichen Horizont, sondern bereichern mit ihrem neuen Wissen und Techniken auch die Bildungsarbeit der Einrichtung.

Fressy und Luis haben in diesem Monat an einem Workshop teilgenommen, bei dem es um die die Gendertheorie geht und wie die Arbeit der Geschlechtergleichberechtigung in kulturellen Zentren Anwendung findet.     

 

Kunst, Bewegung und Berufsausbildung…

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Die Bildung bei EducArte geht schon immer weit über die Schulbildung hinaus. Lesen, Schreiben und Auswendiglernen ist uns einfach nicht genug. 

Die Kinder sollen sich frei bewegen können, das heißt sie müssen ihren Körper kennen, fördern und fordern lernen. 

Sie sollen ihre Gedanken zum Ausdruck bringen, das Wort ergreifen können und kreativ bleiben.

Einmal in der Woche gehen die Schüler der extrakurrikulären Grundschule zu einem Schreinereiprojekt für Kinder und Jugendliche. Dort lernen sie Theorie und Praxis des Schreinerberufes kennen. 

Natürlich müssen jetzt nicht alle Schreiner werden, aber einen richtigen Beruf zu erlernen, seine Kreativität auf andere Art und Weise zu fördern, den Umgang mit hochwertigen Materialien und Werkzeugen zu lernen sowie die Erfahrung, selbst etwas herstellen  zu können, hat einen ungemeinen Bildungswert.

 

…und warum Jonglieren nicht nur Zeitvertreib und Zirkus ist 

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In diesen eben ausgeführten Bereich gehört auch die Artistik und ganz speziell das Jonglieren, das Spiel mit dem Diabolo und verschiedene Formen der Kontaktjonglage, bei denen  Gegenstände auf dem Körper balanciert werden. Leider wird der Wert dieser Bewegungskunst oftmals unterschätzt. Dabei gilt es als erwiesen, das derartige Übungen entspannen, das Körpergefühl stärken und die Gehirnleistung fördern, außerdem bringt es Spaß. 

In diesem Jahr legt EducArte ganz besonderen Wert auf diese Form der Entwicklungsförderung.

Noch ist es Lehrer Hansel, der die staunenden Blicke auf sich zieht, doch EducArte ist sich ziemlich sicher, dass wir in den nächsten Monaten eine  Menge kleiner Artisten vorstellen können. Ein weiterer pädagogischer Effekt stellt sich ein, wenn die Kinder lernen müssen, mit ihrer Frustration umzugehen, weil nicht gleich alles auf Anhieb klappt. Sie werden dazu angeregt, nicht gleich aufzugeben, das Durchhaltevermögen wird eingeübt. 

 

Willkommen bei EducArte

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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… (Hermann Hesse)

Das neue Jahr hat begonnen und somit auch das neue Schuljahr bei EducArte und zum ersten Mal seit Jahren fühlt es sich gar nicht so turbulent und chaotisch an. 

Mit neuer Energie und Tatendrang macht sich das EducArte-Team an die Arbeit. Es gibt viel zu tun, gehen wir es an. Im Anschluss stellen wir euch das Team vor:

Evelyn Hernández (Foto: links) leitet die drei Gruppen der Vorschule und wird dabei von Margarita Can (Foto: rechts) unterstützt.

Wie auch im letzten Jahr ist Luis Aguilar für Hausaufgabenhilfe, Sportunterricht außerschulische Aktivitäten und nun auch für die Bibliothek verantwortlich.

Lety Rodas betreut in diesem Jahr die beiden Gruppen der extrakurrikulären Grundschule. Das ist eine Schulform, welche Kindern, die das entsprechende Schulalter überschritten oder Lernschwierigkeiten haben, dennoch die Möglichkeit bietet, die Grundschule abzuschließen.

Hansel Rosas arbeitet mit den Kindern in Kunst, Artistik und Handwerk vor allem dahingehend, sich auf kreative Art und Weise zu öffnen und auszudrücken. Dazu gehören Aktivitäten wie Malen und Zeichnen, Jonglieren, Tischlern, Yoga, Übungen zur Verbesserung der Feinmotorik und Vieles mehr. 

Eileen Aldana übernimmt die Sexualerziehung der Kinder und Jugendlichen ab der 1. Klasse und organisiert außerdem die “Elternschule”.

Und dann ist da noch die oft unterschätzte, aber unersetzliche Arbeit hinter den Kulissen:

Fressy Nájera koordiniert als Leiterin der Einrichtung alle Programme und kümmert sich speziell um das Stipendienprogramm, was unter anderem unendlich viel Papierkram und Behördengänge beinhaltet. Sie hält den Kontakt zwischen EducArte und den anderen Bildungseinrichtungen sowie zwischen Schülern, Lehrern und Eltern aufrecht.

Rocío Hernández ist zuständig für die Buchhaltung und den Bereich Sozialarbeit. Sie befindet sich im permanenten Austausch mit den Familien und besucht diese auch zu Hause. Zu ihrem Aufgabenbereich zählt außerdem die Organisation der Kinderkantine.                        

Alejandra Hernández (Foto: rechts) befasst sich als Dirktorin mit sämtlichen Verwaltungsaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und führt externe Weiterbildungen und Workshops durch. 

Tatkräftig unterstützt wird Alejandra im Verwaltungsbereich von Assistentin Priscila Aquino, die seit diesem Jahr zur EducArte-Familie zählt. 

Wir wünschen nochmals allen Mitarbeitern, Freunden und Unterstützern einen guten Start und vor allem ein positives und nachhaltiges neues Jahr. 

Dann will ich mich mal vorstellen.

Ich heiße Fabian, bin 19 Jahre alt, komme aus dem kleinen Ellwangen, Ostalbkreis, Baden-Württemberg,…Seit ca. 11 Wochen heißt mein aktueller Wohnort aber Antigua, Guatemala, wo ich mich dazu entschlossen habe für das Projekt EducArte zu arbeiten.

Schon vor einigen Jahren war ich mir sicher, die Zeit nach der Schule zu nutzen und neue Erfahrungen und Eindrücke in einem fremden Land zu sammeln. Am liebsten weit weg, ein anderes Kontinent, andere Kulturen, andere Sitten, anderes Klima,…

Durch die Bekanntschaft zu Inge und Peter wurde mir die Suche nach einem geeigneten Land und dem dementsprechenden Projekt sehr vereinfacht. Und ich bereue die Entscheidung für Guatemala seitdem keineswegs! Viele Orte konnte ich schon bereisen und habe so viele verschiedene Seiten dieses Landes kennengelernt. Von regnerisch bis tropisch-warm, bergige Landschaften bis weiße Sandstrände, arm bis reich, antik bis modern,..alldies macht Guatemala aus!

Kaum in Antigua angekommen, begann ich fleißig sspanisch, in einer der zahlreichen Sprachschulen zu erlernen. Kurz darauf startete auch für mich das Projekt EducArte, wo man mich herzlich empfing. Jedoch war es zunächst schwierig mich mit wenig Spanischkenntnissen dort einzuarbeiten, was aber von Woche zu Woche besser wurde.

Das solls für den Moment von mir gewesen sein. Ich werde die nächsten Tage und Wochen mehr auf EducArte eingehen, meine persönlichen Eindrücke, Aktvitäten und Erlebnisse schreiben.

 

 Fabian

Ferienclub

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In diesem Jahr durchliefen mehr als 50 Kinder und Jugendliche die Ferienaktivitäten in Ciudad Vieja.  Es gab Yoga, Malen, Basteln, Recycling, Kreatives Kochen, Übungen zur Entwicklung der Feinmotorik, einen Kunstworkshop und Jonglieren. 

In Antigua waren 26 Kinder zwischen 5 und 12 Jahren an Aktivitäten wie Yoga, Taekwondo, Kunst, Kreative Küche und Jonglieren beteiligt. Außerdem wurden mit den Müttern Themen wie Zusammenleben, Partizipation und Gesundheit bearbeitet.  

 

Feierliche Zeugnisausgabe

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Am 14. Dezember fand die Abschlussfeier des Jahres 2012 in Ciudad Vieja statt. Dabei organisierten sich die Eltern, um einen kleinen Imbiss vorzubereiten und mit den Kindern zu feiern. Bei dem Fest wurden die Zeugnisse an die Kinder übergeben, welche erfolgreich die Vorschule bzw. die Grundschule beendet haben. 

Fünf Vorschukinder haben sich für ein Grundschulstipendium qualifiziert. Vier der Kinder, die die Grundschule abgeschlossen haben, werden mit der Unter-stützung von EducArte eine weiterführende Schule besuchen.

Wir danken allen Paten, die dies möglich machen. 

 

Weihnachtsfeier

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In Antigua wurde am 20. Dezember eine Weihnachtsfeier veranstaltet, um die Ferien-aktivitäten abzuschließen. An dieser Veranstaltung, die mit Kuchen, Piñata, Süßigkeiten und Musik begangen wurde, nahmen 26 Kinder teil. 

 

EducArte wünscht allen Freunden und Unterstützern ein gesundes neues Jahr voller Lebensfreude.

Ohne eure Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Wir danken recht herzlich allen Organisationen, Sponsoren, Paten und Voluntären.

Geburtstagsfeier für Frank

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Unser lieber Freund Frank Herrmann, der im Sommer eine Deutschlandtour mit dem Fahrrad unternommen (4618 km in 114 Tagen www.faire-biketour.blogspot.de) und dabei auch Spenden für EducArte gesammelt hatte, ist in Guatemala angekommen und hat auch gleich seinen Geburtstag mit EducArte gefeiert.

 

 

Eine Geburtstagsfeier wie sie sich gehört, mit Spielen, leckerem Essen und natürlich vier mit Süßigkeiten gefüllten Piñatas. Es war ein wunderschöner Anlass und eine tolle Gelegenheit, die Kids von EducArte Antigua mit denen von Ciudad Vieja zum ersten Mal zusammenzuführen, damit sie sich kennenlernen können. Alle hatten so viel Spaß, ein wahrlich schöner Geburtstag.

 

 

 

 Kunstfestival

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Das Kunstfestival von CasaSito sollte in diesem Jahr mal etwas anders verlaufen. So wurden die Gruppen der verschiedenen Organisationen bunt durcheinander gewürfelt, um sich untereinander besser kennenzulernen. Den ganzen Tag über wurden unterschiedliche Workshops und Aktivitäten durchgeführt und selbstverständlich wurden die Kunstwerke der Kinder ausgestellt und zum Verkauf angeboten (siehe unten).

EducArte hatte einen Kunstworkshop vorbereitet, bei dem am Ende die gesamte Gruppe ein Gemeinschaftskunstwerk schuf.

 

Martín, Delwin, Carlos, Abigail und Jesús mit ihrem musikalischen Beitrag.

 

“Keine Gewalt gegen Frauen”

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Auch in diesem Jahr drehen sich sämtliche Aktionen im November um das Thema Gewalt gegen Frauen. EducArte hat eine Reihe von Aktivitäten in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen auf die Beine gestellt. Es wurden mehrere Kinovorführungen mit internationalen Filmen zum Thema angeboten.

Eine Ausstellung der verschiedenen Organisationen, die mit und für Frauen arbeiten, sowie ein Forum wurden veranstaltet, bei dem fünf Expertinnen mit folgenden Themen zum offenen Meinungsaustausch anregten: Formen der Gewalt gegen Frauen, Sexuelle Gesundheit und Selbst-bestimmungsrechte, Psychologie als eine Alternative zur Überwindung von Gewalt, Hilfsorganisationen bei Fällen von Gewalt.

 

Wie jedes Jahr fand dann am 25. November der Marsch durch Ciudad Vieja statt, den EducArte organisiert und an dem sowohl Frauen als auch Männer und Kinder teilgenommen hatten. Schließlich ist die gesamte Gesellschaft betroffen und es geht alle an: Wir sagen NEIN! zur Gewalt gegen Frauen.

 

 

 

 

 

 

 
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EducArte in Antigua

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In diesem Monat beginnt EducArte sich räumlich zu erweitern. Neben Ciudad Vieja bieten wir unsere Programme nun auch in Antigua an. Damit reagieren wir auf die Bedürfnisse von 26 Familien, die Interesse zeigen und an unseren Kunst-, Erziehungs-, Politik- und Bildungsprogrammen teilnehmen möchten.   

Obwohl die Ziele dieselben sind, sowohl für EducArte Ciudad Vieja als auch EducArte Antigua, nämlich: Soziale Gerechtigkeit durch Kunst, Bildung, Gesundheit und Ernährung, so ist die Arbeitsmethodologie doch manchmal ganz anders. Schließlich sind beide Standorte sehr ungleich. Während Ciudad Vieja durchaus einen eher dörflichen Charakter besitzt, kann Antigua schon als städtisch bezeichnet werden. Daher stehen die Leute jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen und Problemlagen gegenüber. 

Kaum begonnen, haben sich die Mütter bereits organisiert und halten schriftlich fest, welche Themen sie gern bearbeiten möchten.

In der Zwischenzeit nehmen die Kinder der Frauen an anderen Angeboten teil. 

Außerdem gibt es eine Reihe von weiteren Aktivitäten, die für alle interessierten Kinder und Jugendlichen offen zugänglich sind.

Eine der ersten Aktionen ist der internationale Tag des Mädchens. Hierzu wird ein Zusammentreffen von 10 Mädchen aus Ciudad Vieja und Antigua organisiert. Sie verbringen den Tag miteinander und reden darüber, wie es ist, ein Mädchen in einem Land wie Guatemala zu sein, wo Gewalt gegen Mädchen und die fehlenden Chancen täglich sichtbarer werden. Die Schlußfolgerungen und Petition werden in der nächsten Versammlung der Komission für Kindheit und Jugend vorgelegt und enthält folgende Forderung: Zugang zu und Garantie auf Bildung, Sexualerziehung, Sensibilisierung und Information für die Familen, um Diskrimination vorzubeugen.

In einer weiteren Aktivität wird über die Kinderrechte gesprochen, welche auf Flugblättern in der Nachbarschaft verteilt werden.

 

 

 


Kindertag

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Wie immer feiert EducArte den Kindertag kostümiert. 

Die Straße wird in Beschlag genommen und für die verschiedenen Spiele besetzt. Alle genießen die Feier, sogar
die Nachbarn beobachten amüsiert das Spektakel.  

 

Viele Freunde von EducArte hatten Essen und Getränke gespendet, so dass kurzerhand entschlossen wurde, die vielen Reste nach Antigua zu bringen und den Kindertag auch dort mit den Kids  zu feiern.  

 

 

 Ein großer Dank gilt allen Sponsoren:

  • Suzanne Brichaux
  • Saul Linares
  • Mai Vasquez; panaderia Santa Clara
  • Delia Orellana
  • Manuela Rosales und Willy Pivaral
  • Manuel Alvarez
  • CFCE
  • Doña Mercedes de Beteta (Fonda de la Calle Real)
  • Marcela und Yair
  • Panaderia UNIPAN
  • Gladis Ambrosio
  • Pancho Ambrosio
 
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Auszeichnungen
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Am 13. September fand in den Räumlichkeiten der Verwaltungsgemeinde Ciudad Vieja ein offizieller Festakt statt, bei dem alle Fahnenträger (d.h. die besten Schüler ihrer Klassenstufe) sämtlicher Bildungseinrichtungen in und um Ciudad Vieja herum für ihre schulischen Leistungen und Mühen geehrt wurden. Die gesamteVeranstaltung wird von der Gemeindeverwaltung selbst organisiert. Der Bügermeister persönlich und der Gemeinderat überreichen die Urkunden. Mehr als 50 Kinder, deren Familien und viele weitere Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. EducArte war mit Jesús, Abigail und Delwin vertreten, die voller Stolz ihre Urkunde entgegen nahmen.

 

Unabhängigkeitstag
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Guatemala feierte am 15. September seinen Unabhängigkeitstag und dafür wurden im ganzen Land verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen organisiert. Der Großteil der privaten Colegios und öffentlichen Schulen in Ciudad Vieja veranstaltete einen großen Umzug.

Auch die EducArte-Kids, die Stipendien für das Colegio “El Adelanto” haben, nahmen daran teil. Bei diesem Umzug wurden landestypische Aspekte präsentiert: die traditionelle Uniform, die Fahnenträger, die heimatlichen Symbole, die Musikkapelle und Vieles mehr.
Dies ist eine Tradition in ganz Guatemala und somit auch in Ciudad Vieja keine Ausnahme. Man zieht durch die Hauptstraßen und erfreut damit die Leute, abgesehen von den Autofahrern.

“24 -0”
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Im September nehmen die Schüler der extra-kurrikularen Grundschule am Projekt “24-0” (24 Stunden – 0 Gewalt) teil. Es handelt sich dabei um eine Bewegung, die Bewusstsein für eine Friedenskultur stiften möchte.
EducArte arbeitet bereits seit Jahren in diesem Bereich und spricht unter anderem Themen an wie Gewalt, Gender, Bürgerinitiative, Rechte und Verantwortung. Daher sind sämtliche unserer Aktivitäten auf eine Kultur des Friedens ausgerichtet. Auf den Straßen Ciudad Viejas machen die Schüler die Menchen auf dieses Thema aufmerksam und beziehen sie in die Aktion mit ein, damit auch sie Gesicht zeigen gegen Gewalt.

 

 

Spendenaktionen
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Um mehr Geldmittel zu beschaffen, organisiert das EducArte-Team verschiedene Aktionen, darunter auch das Vorführen von pädagogischen Dokumentationen zur Sexualerziehung für Kinder. Die erste Vorführung findet im Colegio “El Adelanto” statt mit ungefähr 15 Schülern. Ein kleiner Imbissstand wird natürlich auch aufgebaut.
Eine weitere Idee, mehr Spenden zu sammeln, ist der Verkauf des offiziellen T-Shirts, das es in verschiedenen Versionen geben soll. Eine davon ist das rote: Menos Casaca más Acción!!! (dt.: Weniger Gerede Mehr Aktion!!!) für Q75.00.

 

¡Menos casaca, Más acción!
(Weniger Gerede, mehr Aktion!)
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In diesem Monat endet dasPilotprojekt “Friedenserziehung durch Partizipation und Nicht-Gewalt” mit einer tollen Veranstaltung und vielen anderen Organisationen. Direktorin Alejandra Hernández hat das Projekt als Workshopleiterin erarbeitet und auch durchgeführt.
Während der letzten sieben Monate hat EducArte in Zuammenarbeit mit dem Institut für Technik und Wirtschaft in Antigua dieses Projekt realisiert, welches an Schüler der Mittleren Reife und Abitur gerichtet ist, d.h. an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre.
Im Anschluss an einer Reihe von Nachforschungen, Interviews und einer vorherigen Kontextualisierung der Bedürfnisse der Zielgruppe sollen mithilfe diverser spielpädagogischer Aktivitäten und Methodologie Folgendes für die teilnehmenden Schüler erreicht werden: Förderung und Sensibilisierung sowie Schaffung von Raum für Partizipation und Lernen.
Die folgenden Bereiche wurden während des Prozesses thematisiert: Gleichstellung, Gewalt, Rechte zur sexuellen Selbstbestimmung, Rechte von Kindern und Jugendlichen, Selbstbewusstsein und soziale Beteiligung in der Gesellschaft.
Dabei kommen Methoden der Volksbildung (educación popular) zur Anwendung, z.B. Diskussionsrunden zu bestimmten Themen, Vertrauenskreise, Ausstellungen, Bildungsausflüge, Theaterforen, Vorträge, usw. Wie haben die Teilnehmer den Prozess erlebt?
Die Themen waren interessant und sehr bedeutend und wichtig. Sie brachten uns zum Nachdenken darüber, wie wir miteinander umgehen und uns wahrnehmen. Zugleich erkannten wir, dass wir als Jugendliche und Schüler nicht nur Pflichten haben, sondern auch Rechte, die wir oftmals gar nicht
kennen. Eine andere überaus wichtige Sache war die Aufklärung über unsere Rechte der sexuellen Selbstbestimmung. Es war schon ziemlich interessant zu sehen, wie viele Mitschüler Zweifel zum Thema Sexualität haben, sich aber aus Angst nicht trauen, Fragen zu stellen und dies lieber für sich behalten und ohne Antworten bleiben. Obwohl wir anfangs in vielen Fällen die Bedeutung nicht verstanden haben oder besser gesagt, die Wichtigkeit von Partizipation und Information nicht kannten, so begriffen wir am Ende des Prozesses, dass wir als Jugendliche die Zukunft sind und daher Verantwortung tragen und Information und Bildung einfach notwendig sind.

Wie wurde das Projekt aus Sicht der Leiterin erlebt?
Schon zu Beginn und nach Voruntersuchung und Kontextualisierung war bereits ein Pilotplan aufgestellt, doch während des Prozesses wurde mir schnell klar, dass Improvisationstalent gefragt ist sowie die Fähigkeit, sein Konzept spontan ändern und anpassen zu können. Es gab viele Unklarheiten und Zweifel unter den Teilnehmern. Die Gruppen unterschieden sich in ihrer Motivation je nach Stundenplan und Räumlichkeiten.

Die Lehrer spielten ebenso eine maßgebliche Rolle dafür, wie der Prozess empfunden wurde.

Es ist mir wichtig zu erwähnen, dass sich die Schüler der technischen Ausbildungen, abgesehen vom technischen Zeichnen, weniger einbringen und beteiligen und somit auch kaum das Recht auf Meinungsäußerung in Anspruch nehmen. Diese Situation sollte aufmerksam beobachtet werden, um der Weiterführung dieser autoritären Anpssungsform entgegenzuwirken. Ohne die Absicht, die gesamte Schülerschaft hinsichtlich ihrer Ausbildungsrichtung zu spalten, muss dennoch festgestellt werden, dass es große Unterschiede zwischen Verwaltungsausbildungen gibt, in denen die Schüler offener für Teilnahme, Reden und vor allem für Umgestaltung sind.

Ein weiterer Gesichtspunkt, der hervorsticht, ist das große Bedürfnis der Schüler gehört und beachtet zu werden, und zwar auf eine sensiblere und menschlichere Art und Weise sowie in ihrer eigenen Sprache, einer partnerschaftlichen Kommunikation und nicht der einer Überlegenheit. Diese führt lediglich dazu, dass sich die Kids verschließen, nicht beteiligen und nicht reden.
Am Ende des Workshops ließ sich eine angeregte Entschlossenheit beobachten sowie eine Notwendigkeit, diese Form des Lernens in derartigen Bildungseinrichtungen.
Denn schon mit kleinen Schritten lassen sich große Resultate erzielen. In diesen Institutionen gibt es viele große und positive Führungspersönlichkeiten unter den Schülern und Studenten, in die es sich lohnt, Zeit und Mühe zu investieren. Mit einer gesunden Selbstwahrnehmung und mithilfe eines bewussten Lernens könnten sie einen enormen Beitrag leisten, damit ihr schulisches Umfeld, dieses Land, dieser Planet, diese Welt jeden Tag ein wenig besser wird.
Außerdem empfehle ich dringend, mit den Eltern und den Lehrern zu arbeiten. Auf diese Weise erreichen wir eine ganzheitliche Bildung in allen Bereichen, die mit den Schülern zu tun haben. Eine höhere Sensibilisierung, mehr Information und Verbindlichkeit hinsichtlich dieser Lernform und Themen wie sexueller Gesundheit sollten besonders für Lehrer unverzichtbar sein.
Wir bedanken uns und beglückwünschen das Institut für Technik und Wirtschaft an dieser Herausforderung teilgenommen zu haben. Unsere Herausforderung im Kollektiv: Säen, Initiative zeigen und Umgestalten mittels Friedenserziehung!
Vielen Dank für die Mitarbeit und
Teilnahme.

Hier können Sie den Newsletter als PDF herunterladen: Newsletter September 2012

 

Veranstaltung in San Pedro las Huertas    • • •   Am 9. August feiert das Bildungsprojekt Brillo de Sol seinen Jahrestag, zu dem auch EducArte eingeladen ist. Dies zum Anlass genommen, putzen sich die Kids richtig heraus und kleiden sich ganz elegant. Alle haben sehr viel Spaß bei der Veranstaltung. Vielen Dank für die Einladung.

“Neuerfinden”   • • •   In Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Spanische Kooperation (Cooperación Española) präsentiert EducArte die interaktive Ausstellung NEUERFINDEN. Mit einer künstlerischen Idee und unter Verwendung der Workshop-
Methodologie zur Neuschöpfung wird versucht, die Wichtigkeit des Recyclings aufzuzeigen, indem man Alternativen vorstellt, Materialien zu reduzieren und wiederzuverwenden. Alles beginnt mit einigen veralteten Werbebannern der Spanischen Kooperation. Diese werden üblicherweise in den Müll geworfen, aber im Kunstunterricht bei EducArte werden sie von den Kindern wiederverwendet, um Kunstwerke zu schaffen, inspiriert durch ihre eigenen Gedanken. So entsteht die Idee einer interaktiven Ausstellung. Angeleitet von Rony Quiñones und Carolina Quiñones wird eine Reihe verschiedener Workshops im Rahmen des Ausstellungsthemas durchgeführt, und zwar mit mehreren Kinder- und Jugendgruppen und sogar Erwachsenen. An den Workshops nehmen Schulen und andere Institutionen und Vereine teil, insgesamt werden um die 400 Teilnehmer gezählt.
Das große Interesse an weiteren Workshops von Seiten der Organisationen, die Teilnehmeranzahl und das wachsende Bewusstsein zum Schutz der Umwelt und der Wiederverwendung verschiedener Materialien wird als großer Erfolg der gesamten Veranstaltung wahrgenommen. Abschließend findet im Innenhof der Spanischen Kooperation ein offener Mal-Workshop mit eingeladenen Künstlern statt. Unser Dank gilt der Kooperation, allen Künstlern und dem EducArte-Team.

Lebensqualität am Arbeitsplatz   • • •   Um das Arbeitsklima im Team etwas aufzulockern erhält die Belegschaft Yogastunden und versammelt sich einmal im Monat zum gemeinsamen Mittagessen.

EducArte hinterlässt Spuren  • • •  An einem Wochenende im Juli starten wir eine außergewöhnliche Aktion mit den Kids, Eltern und Freiwilligen: wir hinterlassen Spuren.
Als erstes malen wir Fußspuren an die Wände des Gemeinschaftszentrums EducArte. Alle haben viel Spaß bei der Aktion. Aber die Spuren gehen weit über EducAr te hinaus. Daher hinterlassen wir später auch Spuren bei den Familien zu Hause. Die Kids sind begeistert.

¿Und was denken die Eltern über die Bedeutung der Fußspuren?
Für mich stellen sie die Schritte der Kinder dar, um vorwärtszukommen und weiterzumachen. (Verónica Asunción Baesa)
Die Fußspuren stehen für den Weg der Kinder nach vorn. (Argentina Paola Hernández)
Die Fußspuren weisen den Kindern den Weg nach vorn, um der Zukunft entgegen zu sehen und nicht zurück. (Agustina Ramírez)
Die Kinder laufen ihren Träumen entgegen und die Fußspuren erinnern sie an diesen Weg dahin.

EducArte in Aktion  • • •   So heißt die Schülerzeitung, deren erste Ausgabe nun endlich herausgekommen und ganz toll geworden ist. Wir sind überaus stolz auf unsere jungen Journalisten, die motiviert und mit viel Mühe daran gearbeitet haben. Der Inhalt besteht aus kleinen Interviews, Umfragen und vielen Informationen rund um das Gemeinschaftszentrum und die Gemeinde von Ciudad Vieja.
Die Zeitung möchte den Schülern von EducArte, den Leuten und verschiedenen Organisationen eine Stimme geben. Aber seht selbst. Auf unserer Inter netseite www.educarte-guatemala.org findet ihr die vollständige Zeitung.
Sponsoren dieser Ausgabe sind: der Laden mystica von Alejandra Hernández, Transportunternehmen “Gilda” und die Asociación Manos Abier tas. Vielen Dank für die Unterstützung. Wir sind immer auf der Suche nach Sponsoren, um den Druck der monatlichen Ausgaben absichern zu können. Wenn Sie uns mit einer kleinen Spende unterstützen möchten, geben Sie Bescheid.

Workshop für Kleinunternehmerinnen  • • •   Für ein gemeinschaftliches Projekt hat sich EducArte mit AGEDES, einer gemeinnützigen Organisation, zusammengeschlossen, der die lokale Entwicklung, einschließlich Gleichstellung und kulturellem Kontext, in verschiedenen Teilen des Landes fördert. Um das Unter nehmertum zu stärken, wurde ein Bildungsprozess über “Führung und Verwaltung eines Gewerbes” organisiert, und zwar für Frauen, die produktive Tätigkeiten entwickeln oder ihr Gewerbe verbessern wollen.

 

Workshop für
Kleinunternehmerinnen  • • •
   Im Rahmen des Sprachunterrichts der extrakurrikulären Grundschule wird zur Zeit das Kommunikationsmedium “Zeitung” behandelt. Vor diesem Hintergrund ensteht die Idee, eine Schülerzeitung zu erarbeiten.
Die Schüler sind ganz aufgeregt, tragen Informationen zu Ereignissen rund um EducArte und Ciudad Vieja zusammen und machen Interviews.
Um die erste Ausgabe samt Material und Druck finanzieren zu können, veranstalten sie einen kleinen Imbiss-Stand. Mithilfe von Köchin Conny bereiteten sie sämtliche Speisen selbst zu.
Wir sind gespannt auf die erste Ausgabe, die voraussichtlich Mitte Juli erscheinen soll.

Workshop mit CasaSito   • • •   Jedes Jahr veranstaltet CasaSito ein Zusammentreffen mit Mitarbeitern der von ihnen unterstützten Organisationen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um irgendein Zusammentreffen, sondern es geht vielmehr um den gemeinsamen Erfahrungsaus-tausch und dem Ziel, die Zusammenarbeit und Gemeinschaftlichkeit im Team zu verbessern. Dafür wird das Unternehmen BALAM BE´ beauftragt, welches sich auf Abenteuer- und Erlebnis-pädagogik spezialisiert hat.
Zu Beginn des eintägigen Workshops geht es zur Einführung noch theoretisch um das Konzept von Teamarbeit. Später wird diese Theorie in die Praxis umgesetzt. Mit kleinen körperlichen Übungen steigern sich die Herausforderungen bis zum Extremsport.
Ziel dieser Übungen ist es, die Grundlagen der Arbeit im Team zu verinnerlichen, die da sind: gegenseitiges Vertrauen und Unterstützung sowie die Verantwortung jedes Einzelnen am Gesamtprozess.
Für EducArte haben Schulleiterin Fressy und Kunstlehrer Rony am Workshop teilgenommen und waren begeistert.
Vielen Dank BALAM BE und CasaSito für diese einzigartige Erfahrung.