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Veranstaltung in San Pedro las Huertas    • • •   Am 9. August feiert das Bildungsprojekt Brillo de Sol seinen Jahrestag, zu dem auch EducArte eingeladen ist. Dies zum Anlass genommen, putzen sich die Kids richtig heraus und kleiden sich ganz elegant. Alle haben sehr viel Spaß bei der Veranstaltung. Vielen Dank für die Einladung.

“Neuerfinden”   • • •   In Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Spanische Kooperation (Cooperación Española) präsentiert EducArte die interaktive Ausstellung NEUERFINDEN. Mit einer künstlerischen Idee und unter Verwendung der Workshop-
Methodologie zur Neuschöpfung wird versucht, die Wichtigkeit des Recyclings aufzuzeigen, indem man Alternativen vorstellt, Materialien zu reduzieren und wiederzuverwenden. Alles beginnt mit einigen veralteten Werbebannern der Spanischen Kooperation. Diese werden üblicherweise in den Müll geworfen, aber im Kunstunterricht bei EducArte werden sie von den Kindern wiederverwendet, um Kunstwerke zu schaffen, inspiriert durch ihre eigenen Gedanken. So entsteht die Idee einer interaktiven Ausstellung. Angeleitet von Rony Quiñones und Carolina Quiñones wird eine Reihe verschiedener Workshops im Rahmen des Ausstellungsthemas durchgeführt, und zwar mit mehreren Kinder- und Jugendgruppen und sogar Erwachsenen. An den Workshops nehmen Schulen und andere Institutionen und Vereine teil, insgesamt werden um die 400 Teilnehmer gezählt.
Das große Interesse an weiteren Workshops von Seiten der Organisationen, die Teilnehmeranzahl und das wachsende Bewusstsein zum Schutz der Umwelt und der Wiederverwendung verschiedener Materialien wird als großer Erfolg der gesamten Veranstaltung wahrgenommen. Abschließend findet im Innenhof der Spanischen Kooperation ein offener Mal-Workshop mit eingeladenen Künstlern statt. Unser Dank gilt der Kooperation, allen Künstlern und dem EducArte-Team.

Lebensqualität am Arbeitsplatz   • • •   Um das Arbeitsklima im Team etwas aufzulockern erhält die Belegschaft Yogastunden und versammelt sich einmal im Monat zum gemeinsamen Mittagessen.

August 2012: María Josefina Hernández

Um erneut sämtliche Informationen zusammenmenzutragen und mit dem Ziel, die Unterstützung und den Erfolg der Projekte in EducArte zu bewerten, werden in diesem Monat Interviews mit allen eingeschriebenen Familien durchgeführt.

Im vorliegenden Interview spricht Direktorin Alejandra mit María Josefina, der Mutter von Isaías, der nachmittags an der Hausaufgabenstunde und dem Englischunterricht teilnimmt.

Alejandra: Inwiefern kommt Ihnen die Teilnahme bei EducArte zugute?
María Josefina: Dahingehend, dass mein Sohn die Zeit am Nachmittag gut nutzt anstatt fernzusehen, und zwar bis es Zeit ist, dass ich von Arbeit zurückkomme. Daneben gibt es noch die Elternschule der Englischunterricht, der für meinen Sohn besonders bedeutend ist.
Alejandra: Beschreiben Sie kurz, warum brauchen und beantragen Sie die Unterstützung der Organisation?
María Josefina: Weil mein Sohn seine Zeit nutzt, um sich zu bilden und sein Wissen zu erweitern und weil wir beide, mein Mann und ich, arbeiten gehen, da wir auch unsere jeweiligen Eltern finanziell unterstützen.
Alejandra: Haben Sie die Möglichkeit und den Vorsatz, an den angebotenen Aktivitäten teilzunehmen?
María Josefina: Ja, solange es mir die Zeit erlaubt. Aus arbeitstechnischen Gründen schaffe ich es leider nicht immer, pünktlich zu den Veranstaltungen zu kommen.
Alejandra: Inwiefern leistet Ihre Familie einen Beitrag in der Gemeinschaft?
María Josefina: Also momentan, indem wir unserem Sohn Werte nahebringen und ihn dazu anleiten, in seiner Schulbildung zu wachsen, um später ein Mensch zu werden, der seinen Teil positiv in der Gemeinschaft und unserer Nation beisteuert.
Alejandra: Warum ist Bildung für Ihre Familie wichtig?
María Josefina: Weil sich ein Land ohne Bildung nicht weiterentwickeln kann. Es ist wichtig sich zu bilden, um voranzukommen.
Alejandra: Glauben Sie, dass die außerschulischen Kunstaktivitäten eine Zeitverschwendung sind?
María Josefina: Selbstverständlich nicht, es ist eine aktive Form, Talente zu wecken, die vielleicht in uns schlummern und noch nicht entdeckt wurden, die jedoch gefördert werden sollten, damit etwas Neues entstehen kann und um die Kinder und natürlich auch die Gemeinschaft zu bereichern.
Alejandra: Welche Pläne haben Sie im Hinblick auf die Bildung Ihres Kindes?
María Josefina: Dass er jeden Moment nutzt, um neue Dinge zu lernen, dass er zu akademischer Reife heranwächst, eine professionelle Ausbildung macht und ein guter Menschen vor Gott und der Gesellschaft bleibt. Dafür müssen wir die Kinder anleiten und führen, damit sie von kleinauf beginnen davon zu träumen, was sie sein möchten wenn sie groß sind.
Alejandra: Wie könnten Sie etwas bei EducArte beisteuern?
María Josefina: Was auch immer Sie an Zusammenarbeit fordern, denn wir sind sehr dankbar, dass unser Sohn bei EducArte als Mitglied Ihres Projekts akzeptiert wurde.
Alejandra: Wie bewerten Sie die Angebote für Eltern und Ihre Teilnahme bei EducArte?
María Josefina: Interessant, weil wir neue und schöne Dinge dazulernen, selbst mit der begrenzten Zeit, die mir zur Verfügung steht.
Alejandra: Vielen Dank für das Gespräch

EducArte hinterlässt Spuren  • • •  An einem Wochenende im Juli starten wir eine außergewöhnliche Aktion mit den Kids, Eltern und Freiwilligen: wir hinterlassen Spuren.
Als erstes malen wir Fußspuren an die Wände des Gemeinschaftszentrums EducArte. Alle haben viel Spaß bei der Aktion. Aber die Spuren gehen weit über EducAr te hinaus. Daher hinterlassen wir später auch Spuren bei den Familien zu Hause. Die Kids sind begeistert.

¿Und was denken die Eltern über die Bedeutung der Fußspuren?
Für mich stellen sie die Schritte der Kinder dar, um vorwärtszukommen und weiterzumachen. (Verónica Asunción Baesa)
Die Fußspuren stehen für den Weg der Kinder nach vorn. (Argentina Paola Hernández)
Die Fußspuren weisen den Kindern den Weg nach vorn, um der Zukunft entgegen zu sehen und nicht zurück. (Agustina Ramírez)
Die Kinder laufen ihren Träumen entgegen und die Fußspuren erinnern sie an diesen Weg dahin.

EducArte in Aktion  • • •   So heißt die Schülerzeitung, deren erste Ausgabe nun endlich herausgekommen und ganz toll geworden ist. Wir sind überaus stolz auf unsere jungen Journalisten, die motiviert und mit viel Mühe daran gearbeitet haben. Der Inhalt besteht aus kleinen Interviews, Umfragen und vielen Informationen rund um das Gemeinschaftszentrum und die Gemeinde von Ciudad Vieja.
Die Zeitung möchte den Schülern von EducArte, den Leuten und verschiedenen Organisationen eine Stimme geben. Aber seht selbst. Auf unserer Inter netseite www.educarte-guatemala.org findet ihr die vollständige Zeitung.
Sponsoren dieser Ausgabe sind: der Laden mystica von Alejandra Hernández, Transportunternehmen “Gilda” und die Asociación Manos Abier tas. Vielen Dank für die Unterstützung. Wir sind immer auf der Suche nach Sponsoren, um den Druck der monatlichen Ausgaben absichern zu können. Wenn Sie uns mit einer kleinen Spende unterstützen möchten, geben Sie Bescheid.

Workshop für Kleinunternehmerinnen  • • •   Für ein gemeinschaftliches Projekt hat sich EducArte mit AGEDES, einer gemeinnützigen Organisation, zusammengeschlossen, der die lokale Entwicklung, einschließlich Gleichstellung und kulturellem Kontext, in verschiedenen Teilen des Landes fördert. Um das Unter nehmertum zu stärken, wurde ein Bildungsprozess über “Führung und Verwaltung eines Gewerbes” organisiert, und zwar für Frauen, die produktive Tätigkeiten entwickeln oder ihr Gewerbe verbessern wollen.

Juli 2012: Interview mit William Mayorga

Der aus dem östlichen Teil des Landes stammende 41-Jährige schloss sehr schnell Freundschaft mit EducArte. Vor 4 Monaten lernten wir Wily kennen, der Wirtschaftswissenschaften, Gewerbe und Verwaltung studiert und sich in Marketing spezialisiert hat. Es stellte sich heraus, dass EducArte und er Vieles gemeinsam haben: nämlich das Ziel, die soziale Entwicklung der Gesellschaft mithilfe von Bildung zu fördern.
Eileen: Erzähl uns ein wenig über deine berufliche Entwicklung.
Willy: Seit 23 Jahren bin ich Kleinunternehmer und Unternehmensgründer und seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeiten weiß ich um die Bedürfnisse der Menschen, die in diesem Bereich tätig sind: nämlich eine kontinuierliche Fortbildung damit sie ihre geschäftlichen Ziele erreichen können. Ich habe als Berater bei ADEL (Agencias de Desarrollo Económico Local = Agentur für lokale Wirtschaftsentwicklung) gearbeitet und bin jetzt bei AGEDES, einer gemeinnützigen Organisation, die sich auf Themen der sozialen Entwicklung spezialisiert hat.
Eileen: Gibt es einen Unterschied bei der Arbeit mit den Menschen aus verschiedenen Gegenden?
Willy: Im Allgemeinen nicht. Momentan sind die Aktivitäten eher von strategischer Natur, um die Unterstützung und Entwicklungsförderung der aktivsten Gruppen des lokalen Handels auf den Weg zu bringen. Allerdings muss man die multikulturelle Vielfalt mit ihren verschiedenen Sprachen in Mittelamerika und der südlichen Region Mexikos brücksichtigen, was durchaus eine Schwierigkeit darstellen kann. Aber die Haltung der Gewerbetreiber weist dieselbe positive Einstellung auf und richtet sich an der Bedürfnisbefriedigung jedes Einzelnen.
Eileen: Wegen sozialer Recherchen bist du nach Ciudad Vieja gekommen. Wie bist du auf EducArte gestoßen?
Willy: Die Werbung für die Angebote der Bibliothek, die der Gemeinde von Ciudad Vieja zur Verfügung stehen, hat mich auf die Organisation aufmerksam gemacht.
Eileen: Welchen Eindruck hast du von EducArte?
Willy: Es ist eine sehr geschäftstüchtige Organisation mit der hervorragenden Fähigkeit, strategische Allianzen zu bilden, um soziale Bedürfnisse zu befriedigen.
Eileen: Wie entstand die Idee, einen Workshop bei EducArte zu veranstalten?
Willy: Die Organisation, die ich vertrete, meine eigene Person sowie EducArte verfolgen die gleiche Mission: Entwicklungsförderung durch Bildung.
Eileen: EducArte bot also einen geeigneten Raum für eine derartige Veranstaltung. Worum geht es in dem Workshop?
Willy: Dieser Prozess möchte der Gemeinde und besonders den Unternehmern bewusst machen, dass deren Geschäftstätigkeiten ein Gewerbe als solches, aber eben auch ein äußerst wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung darstellt. Besonders in Zeiten einer globalen Wirtschaftsstagnation müssen die Gewerbetätigkeiten auf PRINZIPIEN und WERTEN aufbauen und alle Menschen einer Nation aktiv an den Entscheidungen teilnehmen lassen. Sie sollten sich mehr einbringen und politische Vorschläge machen hinsichtlich der Entwicklung, allem voran sollten sie von den Autoritäten ihre verfassungsmäßigen Rechte einfordern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Regulierung der Geschäftsaktivitäten. Dies beinhaltet auch, dass man die Menschen motiviert und dazu anhält, ihre Geschäfte legal registrieren zu lassen, um somit durch die Steuerzahlung ihren Beitrag zu leisten, was Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Infrastruktur u.v.m. direkt zugute kommen würde.
Eileen: Der Workshop war speziell an Frauen der Region gerichtet, die ein eigenes Gewerbe aufbauen wollen bzw. ihr schon bestehendes Geschäft verbessern wollen. Wie schätzt du das Ergebnis ein?
Willy: Der Bewertung zufolge haben sich die Erwartungen des Kurses erfüllt, es wurden Probleme gelöst und Unklarheiten der Teilnehmerinnen beseitigt, alles bezogen auf ihre Gewerbetätigkeiten bzw. Geschäftsideen.
Eileen: Was magst du an deiner Arbeit?
Willy: …die Möglichkeit mein Wissen mit anderen zu teilen, aber vor allem die Erfahrung, die ich über die Jahre als Unternehmer gesammelt habe. Für mich ist es eine Leidenschaft.
Eileen: Und nun? Wie geht es für dich weiter?
Willy: Ich werde auch weiterhin mein Wissen und meine Erfahrungen als Unternehmer mit anderen Gewerbetreibern teilen und sie motivieren, neue Geschäftsmodelle in Guatemala und Lateinamerika zu entwickeln. Möglicherweise werde ich neue Allianzen mit Organisationen aus Ländern bilden, die ähnliche Ziele verfolgen und als Vorreiter gelten hinsichtlich Technologie und Entwicklung, zum Beispiel die Länder Südamerikas. Vielleicht könntet ihr mir auch mehr detaillierte Informationen über eure Projekte schicken.
Eileen: Sehr gern, wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Vielen Dank für deine Unterstützung, Wily. EducArte wünscht dir viel Erfolg bei deiner Arbeit und alles Gute im Leben.
Besonderer Dank gilt auch María Mercedes de Beteta (“Fonda de la Calle Real”) für den Imbiss während der gesamten Workshop-Tage.

Juni 2012: Interview mit Praktikantinnen

In vielen guatemaltekischen Schulen gehört es zur Philosophie und Voraussetzung, ein Praktikum im sozialen Bereich zu absolvieren.
Aus diesem Grund haben neun Schülerinnen (16 und 17 Jahre) aus Guatemala Stadt fünf Tage lang am EducArte-Alltag teilgenommen und somit Einblicke in die sozial-pädagogische Arbeit erhalten.
Dabei wurden sie abwechselnd in den Bereichen Sekretariat, Bibliothek, Kinderkantine, Vorschule, Hausaufgabenhilfe, Kunstunterricht und Grundschulunterricht eingesetzt. Mit fünf von ihnen haben wir gesprochen und sie zu ihren Erfahrungen befragt.
Eileen: Welchen Eindruck habt ihr von EducArte?
Tamara: Es handelt sich um eine ganzheitliche Institution, welche mit sehr engagierten Mitarbeitern auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingeht. Die Ausstattung könnte allerdings verbessert werden.
Mariana: Mir haben die Aktivitäten mit den Kindern gefallen: die Ralley, die Filmvorführung, der Imbiss-Stand und der Themen-Tag.
Katherinne: EducArte schafft es, das Potenzial der Kinder im künstlerischen Bereich heraus zu holen. Man wird von den Kids akzeptiert. Und ich finde es gut, dass es verschiedene Aktivitäten gibt. Ich konnte jeden Bereich kennenlernen und hätte gern noch mehr Zeit gehabt.
Jimena: Man fördert die Kinder in vielen Bereichen. Es ist kein monotoner Ablauf, sie veranstalten viele kreative Aktivitäten. Es ist nicht nur ein Ort, wo die Kinder kommen, um sich zu setzen und Unterricht zu machen. Die einzelnen Klassen sind allerdings recht klein.
Ana Lucia: Es ist toll, dass vielen Kindern die Möglichkeit gegeben wird, etwas zu lernen, da einige vielleicht nicht die Chance dazu haben. Leider sind nicht alle Lehrer immer pünktlich.
Eileen: War euer Praktikum so, wie ihr es euch vorgestellt habt?
Tamara: Ich dachte, der Ort wäre größer und dass es mehr Kinder wären. Der erste Tag war seltsam, weil wir dachten, dass wir ausschließlich mit Kindern arbeiten würden.
Mariana: Ja, meine Erwartungen haben sich erfüllt.
Katherinne: Mir hat die Erfahrung gut gefallen, wir haben erlebt wie es ist, Lehrerin zu sein. Das war sehr interessant.
Jimena: So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Es war sehr positiv und ich hatte die Gelegenheit, mit älteren Kindern zu arbeiten.
Ana Lucia: Ja, es war wie wir es uns vorgestellt hatten.
Eileen: Welcher Bereich hat euch am besten gefallen und welcher weniger?
Tamara: Die Arbeit mit den Vorschulkindern, weil sie sehr aktiv sind. Die Lehrer arbeiten mit viel Hingabe. Und ich denke, die Sexualerziehung ist ausgesprochen wichtig. Einzig im Kunstunterricht gibt der Lehrer zu oft seine Ideen vor, aber es ist wichtig, dass die Kinder sich selbst ausdrücken.
Mariana: Die Arbeit mit den Kindern mochte ich am meisten, mit ihnen Zeit zu verbringen und zu sehen wie sie arbeiten. Sekretariat und Bibliothek finde ich langweilig.
Katherinne: Die Arbeit mit den ganz kleinen und den größeren Kindern der extrakurrikulären Grundschule hat mir am besten gefallen. Der Bereich Kinderkantine weniger, denn ich dachte, wir würden etwas anderes kochen.
Jimena: …als Hilfslehrer bei den kleinen und den großen Kindern zu sein. Am ersten Tag hatte ich mich noch nicht recht eingebracht, doch in den folgenden Tagen integrierten wir uns mehr und mehr.
Ana Lucia: Der Vorschulbereich war toll. Kunst war nicht so gut, weil es sehr wenig Kinder waren.
Eileen: Was nehmt ihr für euch mit nach diesem Praktikum?
Tamara: In meinem Alltag wird sich nicht viel ändern. Mir ist noch nicht vollkommen klar, was alles zur Arbeit in einer Institution gehört. Ich werde an meine Ausbildung an der Universität denken, aber auch an die gesamte Bevölkerung und nicht nur an mich.
Mariana: Mir ist die Realität des Landes bewusst geworden. Es gibt Kinder mit vielen Bedürfnissen. Es hat mir geholfen, meine Augen zu öffnen.
Katherinne: Mir ist klar geworden, dass ich bezogen auf Bildung eine Privilegierte bin und dies mehr wertschätzen sollte.
Jimena: Es hat mir viele Dinge gezeigt, ich habe verschiedene Perspektiven kennegelernt. Die Kinder kommen ganz aufgeregt zum Lernen und ich wache morgens manchmal nicht auf oder habe keine Lust, zur Schule zu gehen. Das hat mich zum Nachdenken gebracht.
Ana Lucia: …meine Erziehung und Bildung mehr schätzen zu lernen.
Eileen: Habt ihr eine letzte Botschaft an EducArte?
Tamara: Macht weiter so mit aller Hingabe zur Förderung der Kinder und gesamten Bevölkerung. Glückwünsche zu eurer Arbeit.
Mariana: …dass sie weitermachen. Es ist etwas Gutes für die Gemeinde, sie helfen sehr viel.
Katherinne: Ich wünsche mir, dass sie so weitermachen und dass die Kinder weiterhin ins Gemeinschaftszentrum kommen.
Jimena: Macht weiter so und motiviert die Kinder mit all den Aktivitäten. Es hat mir sehr gut gefallen.
Ana Lucia: Es ist toll, was sie alles tun, um den Kindern diese Möglichkeiten zu bieten.

EducArte bedankt sich recht herzlich für eure Unterstützung und wünscht euch alles Gute für die Zukunft.

 

Workshop für
Kleinunternehmerinnen  • • •
   Im Rahmen des Sprachunterrichts der extrakurrikulären Grundschule wird zur Zeit das Kommunikationsmedium “Zeitung” behandelt. Vor diesem Hintergrund ensteht die Idee, eine Schülerzeitung zu erarbeiten.
Die Schüler sind ganz aufgeregt, tragen Informationen zu Ereignissen rund um EducArte und Ciudad Vieja zusammen und machen Interviews.
Um die erste Ausgabe samt Material und Druck finanzieren zu können, veranstalten sie einen kleinen Imbiss-Stand. Mithilfe von Köchin Conny bereiteten sie sämtliche Speisen selbst zu.
Wir sind gespannt auf die erste Ausgabe, die voraussichtlich Mitte Juli erscheinen soll.

Workshop mit CasaSito   • • •   Jedes Jahr veranstaltet CasaSito ein Zusammentreffen mit Mitarbeitern der von ihnen unterstützten Organisationen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um irgendein Zusammentreffen, sondern es geht vielmehr um den gemeinsamen Erfahrungsaus-tausch und dem Ziel, die Zusammenarbeit und Gemeinschaftlichkeit im Team zu verbessern. Dafür wird das Unternehmen BALAM BE´ beauftragt, welches sich auf Abenteuer- und Erlebnis-pädagogik spezialisiert hat.
Zu Beginn des eintägigen Workshops geht es zur Einführung noch theoretisch um das Konzept von Teamarbeit. Später wird diese Theorie in die Praxis umgesetzt. Mit kleinen körperlichen Übungen steigern sich die Herausforderungen bis zum Extremsport.
Ziel dieser Übungen ist es, die Grundlagen der Arbeit im Team zu verinnerlichen, die da sind: gegenseitiges Vertrauen und Unterstützung sowie die Verantwortung jedes Einzelnen am Gesamtprozess.
Für EducArte haben Schulleiterin Fressy und Kunstlehrer Rony am Workshop teilgenommen und waren begeistert.
Vielen Dank BALAM BE und CasaSito für diese einzigartige Erfahrung.

Mai 2012: Interview mit Andrea

Die 24-jährige, aus Antigua stammende Künstlerin hat sich in den folgenden Kunstrichtungen entwickelt: Malerei, Zeichnen, Interventionen im öffentlichen Raum und Video. Sie hat an Weiter-bildungen zur Reflexion zeit-genössischer Kunst in Managua Nicaragua teilgenommen. Außerdem ist sie Mitbegründerin des Bildungs-projektes MarES (Künstlerische Mediation, Bildung und Entwicklung), welches Workshops im ganzen Land anbietet.
Im Moment gibt sie bei EducArte Kunstunterricht für die 3 Sieger (Kateryn, Pedro Pablo und Aníbal) des Kunstfestivals im letzten Jahr.

Eileen: Was fasziniert dich an der Kunst?
Andrea: Sie besitzt die Fähigkeit, einen Dialog zu eröffnen, und zwar mittels der Fragen, die sie aufwirft, wenn wir uns Kunst ansehen oder künstlerisch tätig sind. Außerdem verändert sie sich ständig und fordert unsere Kreativität heraus, die Welt auf unterschiedliche Weise wahrzunehmen.
Eileen: Welche Kunstart magst du am meisten?
Andrea: Mir gefällt die zeitgenössische Kunst, nicht nur weil sie sich mir als Antwort auf den Wandel meiner Generation, meiner Epoche enthüllt hat, sondern auch weil sie eine Unmenge an Möglichkeiten umfasst, sich dynamisch und witzig mit ihr auseinanderzusetzen.
Eileen: Wie hast du EducArte kennengelernt?
Andrea: Über meine Schwester. Gemeinsam mit Direktorin Alejandra hat sie das Projekt “Las Enredadas” (zur Emanzipation und Gleichstellung der Frau) entwickelt.
Eileen: Hast du schon vorher mit Kindern gearbeitet?Andrea:
Ja, ich habe bereits mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und das ist auch nicht schwierig, solange ihnen Kunst als Angebot zur Verfügung steht und nicht als Pflicht auferlegt wird. Im Allgemeinen besitzen Kinder sehr viel Kreativität und Energie, um neue Dinge hervorzubringen und in Gruppen zu arbeiten. Aus diesem Grund halte ich die Kunst für ein sehr nützliches Mittel für deren Leben und dem Miteinander in ihrem Umfeld.
Eileen: Was gefällt dir an EducArte und was weniger?
Andrea: Ich finde es gut, dass EducArte es schafft, jedem einzelnen Kind eine individuelle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und ich sehe ein Team, welches von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Es gibt nicht wirklich etwas, was mir nicht gefällt, ich bin ja auch erst kurze Zeit dabei. Hinsichtlich meines Unterrichts würde ich natürlich einen angemesseneren Raum bevorzugen, aber das ist nur ein vorübergehender Zustand, der sich bald lösen lässt.
Eileen: Was wünschst du dir für die Zukunft?
Andrea: Ich würde gern mein Kunststudium an der Universität wieder aufnehmen. Zugleich möchte ich mit MarES weiterhin versuchen, Kunst als Bildungsmittel zu fördern. Und selbstverständlich sind da noch meine persönlichen Projekte.

Mehr über Andrea und ihre Kunst findet ihr unter www.andreamarmoljuarez.wordpress.com und www.maresarteyeducacion.wordpress.com

 

Muttertag • • • Seit dem letzten Jahr feiert EducArte den Muttertag auf etwas andere Art und Weise als sonst üblich in Guatemala.
Wir möchten den Mamas etwas Besonderes schenken, und zwar Zeit für sich selbst. Dazu wird wieder ein kleiner Jahrmarkt mit vielen Spielen, Spaß und Preisen organisiert. Außerdem gibt es einen Raum, wo in Kleingruppen meditiert oder den Frauen zumindest diese Form der Entspannung nahegebracht wird.
Damit die Mütter diesen Nachmittag auch frei von jeglicher Erziehungs- und Aufsichtsverantwortung genießen können, wird eine Kinder- und Krabbelgruppe eingerichtet, wo die Kleinen während der gesamten Veranstaltung betreut werden.
Ein weiterer Veranstaltungspunkt ist die Wahl zum besten Kostüm, denn die Frauen wurden aufgefordert, im Kostüm zu erscheinen.

Sexualerziehung für Pädagogen • • • Auf dem Gebiet der Sexualerziehung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist EducArte eindeutig Vorreiter. Seit nun fast drei Jahren arbeiten wir in diesem Bereich. Dabei handelt es sich nicht nur um einige wenige Unterrichtsstunden oder Vorträge über die menschliche Fortpflanzung, sondern um ein ganzheitliches Bildungsprogramm, welches auf das gesamte Schuljahr angelegt ist.
Es geht vor allem darum, sich selbst kennen- und schätzen zu lernen. Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Vermittlung von angemessenem Wissen über die menschliche Sexualität, damit eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidungen getroffen werden können und somit der immensen Zahl an Schwangerschaften im Jugendalter, Aids und sexuellem Missbrauch vorgebeugt werden kann.
Auch andere Einrichtungen werden auf unsere Arbeit aufmerksam, so dass wir in diesem Monat die erste externe Weiterbildung “Sexualerziehung für Pädagogen” abschließen konnten. In sieben Sitzungen wurden Lehrer und Mitarbeiter zweier Schulprojekte mit dem Thema vertraut gemacht und dahingehend gefördert, diese Form der Sexualerziehung auch in ihrer Arbeit einzubinden.

Jahresabschluss • • • Voller Stolz und Erleichterung möchten wir mitteilen, dass EducArtes Steuerjahr 2011 geprüft und erfolgreich abgeschlossen wurde.
Ganz ohne Nachzahlung können wir nun ruhigen Gewissens weiterarbeiten.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir einmal mehr allen Freunden und Spendern für ihre Unterstützung danken. EducArte freut sich immer sehr über das große Vertrauen, dass ihr uns entgegenbringt. Dennoch erfüllt uns die Bestätigung, dass alle Gelder angemessen verwaltet und verwendet werden, ebenso mit großer Zufriedenheit.

 

::::: 2012 Spendenaktion “Faire Biketour” Frank Herrmann

Eine rund viermonatige Fahrradtour durch Deutschland, die Frank Herrmann von Anfang Juni bis Ende September 2012 durch ganz Deutschland führt.
 
Wer veranstaltet die „Faire Biketour”?
Ein Kurzprofil findet sich auf der Webseite www.frank-herrmann.ws
Kontakt auch per Mail an frank_herrmann@yahoo.com
 
Warum der Name „Faire“ Biketour?
Der Autor des Ratgebers „Fair Einkaufen-aber wie?“ hält unterwegs Vorträge zum  Thema Fairer Handel, Fair Reisen und Faire Geldanlagen.
Es werden zahlreiche „Fairtrade-Towns“ (www.fairtrade-towns.de) passiert, die vom Verein TransFair festgelegte Kriterien des Fairen Handels erfüllen.
Vorträge sind auch im Rahmen der Fairen Woche (www.faire-woche.de).
 
Welche Absicht steckt hinter den Vorträgen der „Fairen Biketour“?
Durch die Vorträge soll Bewusstsein geschaffen werden für ein faires Leben und einen fairen Umgang miteinander. Den Besuchern der Vorträge wird erläutert, warum Fairer Handel bzw. Fairer Tourismus und Faire Geldanlagen wichtige Bausteine einer generationengerechten, nachhaltigen Lebensweise sind. Darüber hinaus erhalten die Anwesenden Anregungen, wie sie eine solche Lebensweise konkret umsetzen können.
 
Was passiert noch?
Mit der „Fairen Biketour“ möchte Frank Herrmann Geld für die Kindertagestätte Educarte in Guatemala sammeln. Er hat das Projekt persönlich vor Ort kennen gelernt und beabsichtigt Unternehmen und Privatpersonen zu animieren, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. 

 

Sauberes Wasser für alle • • • Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist in unzähligen Ländern der Welt leider keine Selbstverständlichkeit…auch nicht in Guatemala. Leitungs- oder Brunnenwasser zu trinken, ist alles andere als empfehlenswert, wenngleich der Großteil der guatemlatekischen Bevölkerung keine andere Wahl hat, denn abgefülltes Trinkwasser zu kaufen gehört zum Luxus weniger Menschen in Guatemala.
Das überaus beeindruckende Projekt ecofiltro geht dieses weltweite Problem an und stellt Wasserfilter her. Mithilfe der finanziellen Unterstützung kanadischer Voluntäre war es im vergangenen Jahr möglich, mehreren Familien bei EducArte einen dieser Wasserfilter zur Verfügung zu stellen. Jedes Jahr muss der Filtereinsatz aus Ton ausgetauscht werden. Dafür haben die Familien das ganze Jahr über monatlich Geld bei EducArte gespart und konnten nun endlich ihren neuen Filtereinsatz entgegennehmen.

Mobile Bibliothek • • • Wenn niemand in die Bibliothek geht, dann kommt die Bibliothek eben zu den Leuten. Da es in Guatemala (aus verschiedenen Gründen) eine eher gering ausgeprägte Lesekultur gibt, muss man den Kindern und Erwachsenen das Wunderbare von Büchern erst einmal nahebringen und ihnen obendrein den Zugang ermöglichen.
Daher macht sich Lehrer Rony mit seinem “magischen Koffer” auf den Weg und besucht Schulen, Kindergärten und viele andere Bildungseinrichtungen, um bei den Kindern und Jugendlichen die Faszination für Bücher zu wecken.

“Gender und Gewaltprävention in Bildungseinrichtungen” • • • Dies ist der Titel und Inhalt eines Pilotprojektes, welches Direktorin Alejandra in diesem Monat begonnen hat. In einer Schule in Antigua arbeitet sie mit 305 Jugendlichen zu diesem Thema.
Ziel ist es, die Jugendlichen für dieses Thema zu sensibilisieren und zu ermutigen, sich aktiv für eine Kultur des Friedens einzusetzen. Das ist eine große Herausforderung, nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für Alejandra. Wir halten euch über den Fortgang des Projekts auf dem Laufenden.

Monat der Hygiene • • • Dieser Monat steht ganz unter dem Thema “Hygiene”.
Alle Gruppen haben dazu verschiedene Bereiche bearbeitet und am Ende des Monats ihre Ergebnisse in einer “Hygiene- Messe” vorgestellt:
Was gehört zur persönlichen Hygiene? Pflegehinweise für die Haare. Wie putzt man sich richtig die Zähne? Und warum ist dies alles so wichtig? Dies und viele weitere Fragen sind Gegenstand der Aktivität.

April 2012: Interview mit Schulleiterin Fressy

Seit fast sechs Jahren gehört Fressia Nájera zum EducArte- Team. Die 30-jährige hat Verwaltungsfachangestellte gelernt, sich allerdings immer für den sozialen Bereich interessiert und engagiert.
Bei EducArte ist sie als Schulleiterin beschäftigt, kümmert sich um den täglichen Schulbetrieb und fungiert damit unter anderem als erste Ansprechpartnerin für Schüler, Lehrer, Eltern, Voluntäre, Interessierte, etc.

Eileen: Wie bist du zu EducArte gekommen?
Fressy: Alejandra und ich sind Freunde seit Schulzeiten. Als sie mit EducArte begann, arbeitete ich für eine junges belgisches Unternehmen, die einheimische “Cooperativen” unterstützten und später Früchte exportierten. Dort habe ich sehr viel gelernt und von da aus habe ich bereits Alejandra unterstützt, Kontakte hergestellt und die ein oder andere Mail versendet. Aus familiären Gründen hatte ich mich für eine Weile beruflich zurückgezogen und danach bei EducArte angefangen. Ich wollte eine neue Richtung einschlagen.
Eileen: Erzähl uns deinen Werdegang bei EducArte?
Fressy: Zunächst begann ich als Voluntärin, um das Projekt besser kennenzulernen und eventuell einen Platz für mich zu finden. So kam es, dass ich anfangs für das Freiwilligenprogramm verantwortlich war, dazu kam später die Sozialarbeit und nun bin ich Schulleiterin.
Eileen: Was gefällt dir an EducArte?
Fressy: Dass wir tatsächlich eine Wirkung auf die Menschen haben. Ich bin Teil eines Prozesses, der wirkliche Effekte erzielt und identifiziere mich vollkommen mit dieser Arbeit. Es freut mich, dass ich meine Fähigkeiten für jemanden… für die Leute, die Gemeinde einsetzen kann.
Eileen: Was gefällt dir weniger an dieser Arbeit?
Fressy: Mir fällt es schwer, wenn man mit den Eltern regelrecht zu kämpfen hat, weil sie ihre Pflichten nicht erfüllen oder ihre Verantwortung nicht übernehmen. Es frustriert mich, wenn die Menschen einfach nicht aufwachen wollen. Aber dafür arbeiten wir ja. Ich bin ein Mensch der ein gewisses Maß an Ordnung und Struktur braucht. Da ist es schwierig, wenn sich andere nicht an Abmachungen halten.
Eileen: Neben deiner Arbeit bei EducArte studierst du außerdem an den Wochenende. Erzähl uns mehr darüber?
Fressy: Ja, ich habe ein Stipendium für ein dreijähriges Politikstudium erhalten. Jeden zweiten Samstag von 8-15:30 Uhr finden die Kurse statt. Das ist ziemlich anstrengend, aber sehr interessant und gut organisiert. Es ist ein Studium der Theorie und Praxis. Ich bin bereits im zweiten Jahr. Aufgrund der Wahlen im letzten Jahr haben wir im Rahmen des Studiums Foren mit den Bürgermeisterkandidaten organisiert, Diskussionsrunden zum Thema veranstaltet und die Bevölkerung über ihr Wahlrecht aufgeklärt. Außerdem war ich als freiwillige Wahlbeobachterin tätig.
Eileen: Was motiviert dich für dieses Studium?
Fressy: Ich habe die Hoffnung auf ein besseres Guatemala, doch um mein Land positiv zu verändern, muss ich selbst aktiv werden und mich beteiligen…und später natürlich Präsidentin werden (lacht).
Eileen: Was tust du, um dich zu entspannen?
Fressy: Ich liebe meine Arbeit, aber ich versuche stets Arbeit und Privates zu trennen. Ich bin ein sehr spiritueller Mensch und mag Yoga und Medidation. Außerdem bin ich äußerst gesellig und gehe gern mit Freunden aus.