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EducArte macht Supervision

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Um die Dynamik des Teams und somit die Arbeitweise der Organisation zu verbessern, führt EducArte jetzt monatlich eine Supervision durch. Dabei handelt es sich um Aktivitäten, bei denen gemeinsam über das berufliche Handeln, den teameigenen Arbeitsstil und die Personen mit ihren jeweiligen Rollen in der Organisation bzw. im Team reflektiert wird. Eine jahrelange Zusammenarbeit garantiert nämlich noch lange nicht, dass man auch wirklich ein Team ist.

Mithilfe von Rollenspielen und vielen anderen spiel-pädagogischen Methoden sollen Gemeinschaftlichkeit supervision_2und Bewusstwerdung gefördert werden. Eingefahrene Handlungsmuster und versteckte oder gar offene Rangordnungen sollen aufgedeckt und thematisiert werden, damit ein professionelleres und konstruktiveres Arbeiten möglich wird.

 

Spongo in Guatemala

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Seit mehr als vier Jahren unterstützt die deutsche Kinderstiftung Spongo EducArte finanziell und dies ohne die Organisation je persönlich besucht zu haben. Über die Jahre hat sich eine Beziehung der Solidarität und Unterstützung entwickelt, die “lediglich” auf Vertrauen basierte. Umso erfreulicher, aufgeregter und nervöser wurde die Ankündigung eines Besuches aufgenommen. Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen würde Spongo anreisen? Ist EducArte so wie sie es sich anhand der Fotos und Berichte vorgestellt hatten? Wir sind gespannt. 

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In kurzer Zeit lernen Peter und Inge, Gründer der Stiftung, den Tagesablauf bei EducArte, die Kinder und das Team sowie einige Familien kennen. Die offene Sympathie und Zuneigung beiderseits ist nicht zu verkennen. 

Wir danken euch für euren Besuch und die Möglichkeit, euch EducArte nun sogar noch etwas näher gebracht zu haben.         

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Ralley in Ciudad Vieja

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Da sind sie wieder, die Hippies und Superhelden, die Zootiere und Mimos, Schneewittchen und die sieben Zwerge, Rockstars und die Charaktere einer bekannten Fernsehsendung…. EducArte veranstaltet seine alljährliche Ralley. Es geht nicht ums Gewinnen, sondern um Teamgeist und jede Menge Spaß.  

ralley_3Auch unsere Freunde von der Spongo Kinderstiftung nehmen aktiv an der Ralley teil.

 

 

Internationaler Frauentag

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Das Gender-Thema bildet einen der großen Schwerpunkte in der Bildungsarbeit bei EducArte. Daher bleibt der Internationale Frauentag natürlich nicht ungeachtet. Zwei verschiedene Aktivitäten werden organisiert. Bereits am 7. März werden die Eltern der EducArte-Kids sowie alle anderen Interessierten zu  einer Diskussionsrunde ein-geladen, bei der die Rolle der Mutter in der Familie genauer betrachtet wird. Denn zu großen Teilen wird Geschlechter-diskriminierung bereits in der Familie gefördert, sei es durch klischeehaftes Rollenverhalten innerhalb der Familie und somit auch einer traditionellen  Geschlechtererziehung. Oft werden die Töchter dazu angehalten im Haushalt zu helfen, während dies von den Söhnen weder erwartet noch gewünscht wird. Auch dass Mädchen ihren Brüdern das Essen servieren und deren Wäsche waschen müssen, ist keine Seltenheit. Die Veranstaltung soll den Anwesenden deutlich machen, dass diese vermeintlich kleinen Unterschiede den Weg ebnen für  abwertendes Verhalten gegenüber Frauen. Man muss dabei auch  kein radikaler Aktivist oder Feminist sein, um eine Veränderung herbeizuführen, sondern jeder Einzelne kann in seiner eigenen Familie beginnen und den Kreislauf des Machismo durchbrechen. frauentag_1

Die zweite Aktivität findet in Antigua statt. Das EducArte-Team, Freunde und Freiwillige schließen sich in Kleingruppen zusammen und besteigen singend die öffentlichen Busse am Markt. Kritische Texte zum Thema werden verlesen und die Busahrer und Passagiere über Gleichberechtigung und Frauenrechte aufgeklärt. Zum Schluss wird ein Aufkleber im Bus angebracht, der auch alle weiteren Passagiere an diesen heutigen Tag und seine Bedeutung erinnern soll. frauentag_2

Später zieht die Gruppe weiter zum Park, um ein letzten Mal singend auf diesen Tag und die Situation der Frauen weltweit aufmerksam zu machen. 

Die Aktion wird von den Passanten und Busfahrern überwiegend positiv aufgenommen, nur einigen wenigen geschmacklosen Kommentaren muss sich die Gruppe stellen.          

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Sportfest mit CasaSito

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CasaSito hat zum diesjährigen Sportfest geladen. Aus verschiedenen Projekten versammeln sich 365 Kinder und Jugendliche sowie zahlreiche Betreuer und Freiwillige zu dem Großereignis. Mit einem Lauf durch Antigua beginnt die Veranstaltung, gefolgt von unterschiedlichen Spielen und sportlichen Aktivitäten. Bunt gemischte Teams verbringen den Tag gemeinsam, lernen sich kennen und haben viel Spaß. 

 

 

Hier können Sie den Newsletter als PDF herunterladen: Newsletter März: April 2013

So, nun ist es offiziell, die olympischen Winterspiele können nun auch im westlichen Hochland Guatemalas stattfinden ;-)  

Na gut, soweit ist es dann doch noch nicht.

Wetter- und klimatechnisch hat das kleine mittelamerikanische Land ja so Einiges zu bieten, aber eventueller Schneefall wird da in den Reiseberichten eher nicht erwähnt.  

Die Menschen im Departamento San Marcos staunten jedenfalls nicht schlecht als sie eines Morgens die weiße Pracht erblickten.  

Zuvor hatten die Bewohner Antiguas noch eine Schneedecke auf der Spitze des Vulkans Acatenango beobachtet, was nicht ganz so außergewöhnlich ist, aber dennoch sehr selten vorkommt.

In den Medien und sozialen Netzwerken drückten die Menschen aus den betroffenen Gebieten ihre Freude über das Naturspektakel aus. Die Lehrer verschiedener Bildungseinrichtungen verlegten kurzerhand ihren Unterricht nach draußen, um mit den Schülern die schneebedeckten Berge und Bäume zu betrachten, einige Leute bauten sogar Schneemänner. 

So wunderschön der Anblick und auch die Erfahrung für die Menschen war, so ist es dennoch bedenklich, dass sich diese extremen Kaltfronten womöglich häufen könnten. Allein die Tatsache, dass die Menschen in Guatemala keine Heizungen in ihren Häusern haben und bei vielen sogar der Wind direkt durch die Wellblechhütten pfeift, wirkt dann doch ernüchternd. 

Laut Nationalem Institut für Seismologie, Vulkanologie und Hydrologie ist dieses eher ungewöhnliche Wetterphänomen in Guatemala auf den Klimawandel zurückzuführen. Möglicherweise waren dies also nicht die letzten Schneemänner, die in Guatemala gebaut wurden. 

Die Kölnerin Helena Mainka (in Guatemala Elena genannt) hat nach dem Abitur beschlossen, Lateinamerika kennenzulernen. Zwei Monate hat sie bei EducArte als Voluntärin in der Ferienschule gearbeitet. Die 18-jährige hat sich durch ihre positive und offene Art sowie durch ihre große Eigeninitiative sehr beliebt gemacht, sowohl bei den Kindern als auch bei den Lehrern.    

Eileen: Warum bist du nach Guatemala gekommen? 

Helena: Als das Ende der Schulzeit nahte, stand fest, dass ich nach dem Abitur ein Jahr Pause brauche. Da ich sowieso noch nicht wusste, was ich in Zukunft studieren möchte, passte mir das eigentlich ganz gut. Einige meiner Freunde waren schon während der Schulzeit in Lateinamerika und haben mir viel erzählt, Fotos gezeigt und vor allem die Musik in meine Ohren gebracht. Wir sind immer zusammen auf Reggaeton Partys gegangen. Ich liebe die Sprache und war hin und weg von all den Erzählungen, Bildern und Vorstellungen über Lateinamerika. Als dann auch noch eine Austauschschülerin aus Chile zu mir kam, stand fest, dass ich nach Lateinamerika möchte. Warum Guatemala? Mit Proyecto Mosaico habe ich eine Organisation gefunden, die verschiedene soziale und ökologische Projekte in Zentralamerika vermittelt. Da ich die Länder, in die ich reisen würde, nicht nur aus Touristenaugen kennenlernen, sondern die Leute, das Land, die Kultur und die Problematik richtig kennenlernen wollte, war ich von der Idee, in einem sozialen Projekt mit Kindern mitzuarbeiten begeistert. Als ich dann die Seite durchforstete, waren ziemlich viele schöne Projekte in Guatemala. Unter anderem das Projekt EducArte, was mich sehr angesprochen hat.    

Eileen: Hast du schon Spanisch gesprochen? 

Helena: Insgesamt habe ich 2 Jahre Spanischunterricht gehabt. Wobei man sagen muss, dass ich eher gelernt habe, eine Analyse von komplizierten Texten über die illegale Einwanderung von Afrika nach Spanien oder México in die USA zu schreiben, anstatt zu lernen, wie man Brot in einer Bäckerei bestellt. 

Eileen: Was war deine Aufgabe bei EducArte? 

Helena: Ich habe den Lehrern geholfen, mit den kleinen Kindern zu kochen, zu malen oder zu basteln. Ziemlich schnell wollte ich aber aktiver werden und habe selbst Unterricht in Englisch und TaekwonDo gegeben. Schnell habe ich regelmäßige Zeiten gehabt und mit den Kindern gelernt und Sport getrieben. Außerdem war ich bei vielen Veranstaltungen als Helfer dabei, wie z.B. dem Kunstfestival, dem Aktionstag “Keine Gewalt gegen Frauen” oder  anderen. Dabei muss man allerdings sagen, dass ich selbst viel mehr gelernt habe. 

Eileen: Was gefällt dir an EducArte und was könnte man deiner Meinung nach noch verbessern?  

Helena: Mir gefällt, dass die Lehrer und Lehrerinnen sehr gut und lieb mit all ihren Kindern arbeiten, dass die Kinder sehr gut aufgehoben sind und dass sie sehr viele verschiedene Unterrichtsarten haben. Meiner Meinung nach könnte man an der Pünktlichkeit der Lehrer und der Kinder arbeiten und daran, im Vorhinein ordentlich zu organisieren, welche Kinder wann und wo zu erscheinen haben.  Klar, machmal kann man daran nichts ändern, da man die Familiensituationen der einzelnen Kinder nicht ganz kennt, aber mir kam manchmal alles ein bißchen durcheinander vor.

Eileen: Wie schätzt du deine Erfahrung bei EducArte ein?

Helena: Meine Erfahrungen wurden eigentlich nur positiv geprägt. Ich hatte eine unglaublich tolle Zeit, mit lustigen und lehrreichen Gesprächen mit den Lehrern, mit viel Unterstützung und Engagement. Es gab immer viel zu tun.  Meine Vorstellungen wurden in keinster Weise enttäuscht. Letztendlich habe ich viel mehr TaekwonDo-Unterricht gegeben und viel weniger Englischunterricht als gedacht, was ich aber gar nicht schlimm fand.  

Eileen: Was kannst du anderen Voluntären empfehlen oder raten? 

Helena: Oh, das ist schwer. Denn ich denke, dass jeder erst einmal seine Zeit braucht, in das Projekt und die Strukturen reinzufinden. Deswegen auf jeden Fall mindestens 2 Monate oder länger bleiben, damit man alle Kinder, Lehrer und Abläufe gut kennenlernen und sich gut reinfinden kann. Ich glaube außerdem, dass es gut ist, wenn man selbst Englischunterricht und eine andere Aktivität einbringt, damit die Kinder das Gefühl haben, dass man ihnen ein kleines bißchen geben kann und nicht nur dabei sitzt und zuguckt. Außerdem: einfach offen sein, auf die Kinder zugehen, mit ihnen spielen und auf sie hören. Denn von den Kleinen kann man echt mehr lernen, als man denken mag. Mit Vorsicht und Achtung an die Probleme der Kinder und deren Familien gehen. Es ist sehr interessant, all die Probleme der Frauen oder die Armut mitzubekommen. Man selbst kann als Ausländer nicht die Welt verändern, aber man kann einfach ein bißchen was dafür tun, dass die Kinder eine gute Zeit haben und Bildung bekommen. Nicht aufgeben, wenn man am Anfang nicht alles versteht oder sagen kann. Das kommt langsam mit der Zeit, auch wenn die Kinder einen auslachen oder man gar nicht weiß, was alle von einem wollen. Kopf hoch, Erfahrungen sammeln, nach vorne schauen und weitermachen! ;)

Eileen: Wie geht es bei dir nun weiter? 

Helena: Jetzt fliege ich erst einmal für 2 Monate zu meiner Gastschwester nach Chile. Danach werde ich in einem sozialen Projekt in Ecuador mithelfen und ein bißchen reisen. Ich hoffe, dass es alles irgendwie gut klappt, da ich jetzt völlig allein bin. Aber auf dem Weg lernt man bestimmt immer nette Leute kennen. Und wenn ich dann Mitte Mai wieder nach Deutschland komme, muss ich mich wohl um meine Zukunft kümmern, herausfinden, was ich machen will und einen Studienplatz suchen. Außerdem will ich Leute in Deutschland über die Arbeit hier in Guatemala informieren und ihnen erklären, wie man wirklich effektiv helfen kann. 

Eileen: Welche Botschaft möchtest du EducArte übermitteln? 

Helena: Ihr Lieben, ich hatte eine unglaubliche Zeit. Ich habe die Kinder so lieb gewonnen. Auch die Lehrer überall zu treffen und mit ihnen in Ciudad Vieja und Antigua zu leben, hat mir Erfahrungen gegeben, die ich niemals vergessen werde. Ich habe das Land und die Leute in mein Herz geschlossen und bin dankbar für alles, was ich lernen durfte. Mit euch ist die Welt ein bisschen besser, mit euch bekommen Kinder die Möglichkeit, Kind zu sein. Bitte, macht weiter so mit viel Kraft und natürlich viel Liebe, Vertrauen und Hoffnung. Eine andere Welt ist möglich.

3848-mal von Ciudad Vieja nach Antigua

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Das ist die Strecke, die Frank Herrmann bei seiner “Fairen Biketour” in Deutschland mit dem Fahrrad zurückgelegt hat. 

Damit sich die Kinder vorstellen können, wieviel 4618 Kilometer und 40769 Höhenkilometer sind, hat er sich die Mühe gemacht, die Zahlen in Einheiten umzurechnen, die für sie besser nachvollziehbar sind. Das ist als so viel wie in 114 Tagen 3848-mal nach Antigua zu fahren und von den Höhen-unterschieden her 110 mal den Vulkan Agua zu besteigen. Da staunen die Kinder nicht schlecht. 

In einer kleinen Präsentation stellt Frank einige Orte auf seiner Route vor, beantwortet neugierige Fragen und kommentiert witzige Bemerkungen der Kids. 

 

Karneval und Valentinstag

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Wie schon des Öfteren wird bei EducArte Karneval und Valentinstag zusammengelegt. Warum auch nicht? Wann sonst bekommen Spiderman und andere Superhelden die Möglichkeit, kleine Freundschaftskärtchen auszutauschen. Die Feier ist am 12. Februar, also noch vor dem eigentlichen Valentinstag. Doch zunächst muss noch Einiges vorbereitet werden.

Die Freundschaftskärtchen müssen gebastelt und die Eierschalen bemalt und mit Konfetti gefüllt werden. Bei den Eiern handelt es sich um eine typische Karnevalstradition. Sie werden später beim Fest auf den Köpfen zerschlagen. Das hört sich brutal an, ist aber ein Heidenspaß für alle…und noch Tage später findet man Konfettireste in den Kleidern und sämtlichen Ecken und Ritzen des Hauses. 

Dann ist es endlich soweit.  

Stolz zeigen sich die Kinder in ihren Kostümen bei dem Umzug durch die Straßen Ciudad Viejas. 

Später finden sich alle wieder bei EducArte ein und die Feier kann beginnen.

Den eigentlichen Valentinstag feiert dann jede Gruppe ganz speziell, so wie hier im Bild die Kleinsten bei EducArte.

 

Lebenslanges Lernen

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Was vielleicht wie eine Strafe klingen mag, soll lediglich deutlich machen, dass sich EducArte als Organisation und jeder Einzelne im Team ständig weiterentwickelt und neu dazu lernt. Solche Prozesse sollen daher zusätzlich mit Weiterbildungen gefördert werden. So nehmen die Mitarbeiter verschiedene Weiterbildungsangebote wahr und erweitern damit nicht nur ihren persönlichen Horizont, sondern bereichern mit ihrem neuen Wissen und Techniken auch die Bildungsarbeit der Einrichtung.

Fressy und Luis haben in diesem Monat an einem Workshop teilgenommen, bei dem es um die die Gendertheorie geht und wie die Arbeit der Geschlechtergleichberechtigung in kulturellen Zentren Anwendung findet.     

 

Kunst, Bewegung und Berufsausbildung…

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Die Bildung bei EducArte geht schon immer weit über die Schulbildung hinaus. Lesen, Schreiben und Auswendiglernen ist uns einfach nicht genug. 

Die Kinder sollen sich frei bewegen können, das heißt sie müssen ihren Körper kennen, fördern und fordern lernen. 

Sie sollen ihre Gedanken zum Ausdruck bringen, das Wort ergreifen können und kreativ bleiben.

Einmal in der Woche gehen die Schüler der extrakurrikulären Grundschule zu einem Schreinereiprojekt für Kinder und Jugendliche. Dort lernen sie Theorie und Praxis des Schreinerberufes kennen. 

Natürlich müssen jetzt nicht alle Schreiner werden, aber einen richtigen Beruf zu erlernen, seine Kreativität auf andere Art und Weise zu fördern, den Umgang mit hochwertigen Materialien und Werkzeugen zu lernen sowie die Erfahrung, selbst etwas herstellen  zu können, hat einen ungemeinen Bildungswert.

 

…und warum Jonglieren nicht nur Zeitvertreib und Zirkus ist 

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In diesen eben ausgeführten Bereich gehört auch die Artistik und ganz speziell das Jonglieren, das Spiel mit dem Diabolo und verschiedene Formen der Kontaktjonglage, bei denen  Gegenstände auf dem Körper balanciert werden. Leider wird der Wert dieser Bewegungskunst oftmals unterschätzt. Dabei gilt es als erwiesen, das derartige Übungen entspannen, das Körpergefühl stärken und die Gehirnleistung fördern, außerdem bringt es Spaß. 

In diesem Jahr legt EducArte ganz besonderen Wert auf diese Form der Entwicklungsförderung.

Noch ist es Lehrer Hansel, der die staunenden Blicke auf sich zieht, doch EducArte ist sich ziemlich sicher, dass wir in den nächsten Monaten eine  Menge kleiner Artisten vorstellen können. Ein weiterer pädagogischer Effekt stellt sich ein, wenn die Kinder lernen müssen, mit ihrer Frustration umzugehen, weil nicht gleich alles auf Anhieb klappt. Sie werden dazu angeregt, nicht gleich aufzugeben, das Durchhaltevermögen wird eingeübt. 

 

Willkommen bei EducArte

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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… (Hermann Hesse)

Das neue Jahr hat begonnen und somit auch das neue Schuljahr bei EducArte und zum ersten Mal seit Jahren fühlt es sich gar nicht so turbulent und chaotisch an. 

Mit neuer Energie und Tatendrang macht sich das EducArte-Team an die Arbeit. Es gibt viel zu tun, gehen wir es an. Im Anschluss stellen wir euch das Team vor:

Evelyn Hernández (Foto: links) leitet die drei Gruppen der Vorschule und wird dabei von Margarita Can (Foto: rechts) unterstützt.

Wie auch im letzten Jahr ist Luis Aguilar für Hausaufgabenhilfe, Sportunterricht außerschulische Aktivitäten und nun auch für die Bibliothek verantwortlich.

Lety Rodas betreut in diesem Jahr die beiden Gruppen der extrakurrikulären Grundschule. Das ist eine Schulform, welche Kindern, die das entsprechende Schulalter überschritten oder Lernschwierigkeiten haben, dennoch die Möglichkeit bietet, die Grundschule abzuschließen.

Hansel Rosas arbeitet mit den Kindern in Kunst, Artistik und Handwerk vor allem dahingehend, sich auf kreative Art und Weise zu öffnen und auszudrücken. Dazu gehören Aktivitäten wie Malen und Zeichnen, Jonglieren, Tischlern, Yoga, Übungen zur Verbesserung der Feinmotorik und Vieles mehr. 

Eileen Aldana übernimmt die Sexualerziehung der Kinder und Jugendlichen ab der 1. Klasse und organisiert außerdem die “Elternschule”.

Und dann ist da noch die oft unterschätzte, aber unersetzliche Arbeit hinter den Kulissen:

Fressy Nájera koordiniert als Leiterin der Einrichtung alle Programme und kümmert sich speziell um das Stipendienprogramm, was unter anderem unendlich viel Papierkram und Behördengänge beinhaltet. Sie hält den Kontakt zwischen EducArte und den anderen Bildungseinrichtungen sowie zwischen Schülern, Lehrern und Eltern aufrecht.

Rocío Hernández ist zuständig für die Buchhaltung und den Bereich Sozialarbeit. Sie befindet sich im permanenten Austausch mit den Familien und besucht diese auch zu Hause. Zu ihrem Aufgabenbereich zählt außerdem die Organisation der Kinderkantine.                        

Alejandra Hernández (Foto: rechts) befasst sich als Dirktorin mit sämtlichen Verwaltungsaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und führt externe Weiterbildungen und Workshops durch. 

Tatkräftig unterstützt wird Alejandra im Verwaltungsbereich von Assistentin Priscila Aquino, die seit diesem Jahr zur EducArte-Familie zählt. 

Wir wünschen nochmals allen Mitarbeitern, Freunden und Unterstützern einen guten Start und vor allem ein positives und nachhaltiges neues Jahr. 

Ferienclub

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In diesem Jahr durchliefen mehr als 50 Kinder und Jugendliche die Ferienaktivitäten in Ciudad Vieja.  Es gab Yoga, Malen, Basteln, Recycling, Kreatives Kochen, Übungen zur Entwicklung der Feinmotorik, einen Kunstworkshop und Jonglieren. 

In Antigua waren 26 Kinder zwischen 5 und 12 Jahren an Aktivitäten wie Yoga, Taekwondo, Kunst, Kreative Küche und Jonglieren beteiligt. Außerdem wurden mit den Müttern Themen wie Zusammenleben, Partizipation und Gesundheit bearbeitet.  

 

Feierliche Zeugnisausgabe

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Am 14. Dezember fand die Abschlussfeier des Jahres 2012 in Ciudad Vieja statt. Dabei organisierten sich die Eltern, um einen kleinen Imbiss vorzubereiten und mit den Kindern zu feiern. Bei dem Fest wurden die Zeugnisse an die Kinder übergeben, welche erfolgreich die Vorschule bzw. die Grundschule beendet haben. 

Fünf Vorschukinder haben sich für ein Grundschulstipendium qualifiziert. Vier der Kinder, die die Grundschule abgeschlossen haben, werden mit der Unter-stützung von EducArte eine weiterführende Schule besuchen.

Wir danken allen Paten, die dies möglich machen. 

 

Weihnachtsfeier

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In Antigua wurde am 20. Dezember eine Weihnachtsfeier veranstaltet, um die Ferien-aktivitäten abzuschließen. An dieser Veranstaltung, die mit Kuchen, Piñata, Süßigkeiten und Musik begangen wurde, nahmen 26 Kinder teil. 

 

EducArte wünscht allen Freunden und Unterstützern ein gesundes neues Jahr voller Lebensfreude.

Ohne eure Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Wir danken recht herzlich allen Organisationen, Sponsoren, Paten und Voluntären.

Geburtstagsfeier für Frank

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Unser lieber Freund Frank Herrmann, der im Sommer eine Deutschlandtour mit dem Fahrrad unternommen (4618 km in 114 Tagen www.faire-biketour.blogspot.de) und dabei auch Spenden für EducArte gesammelt hatte, ist in Guatemala angekommen und hat auch gleich seinen Geburtstag mit EducArte gefeiert.

 

 

Eine Geburtstagsfeier wie sie sich gehört, mit Spielen, leckerem Essen und natürlich vier mit Süßigkeiten gefüllten Piñatas. Es war ein wunderschöner Anlass und eine tolle Gelegenheit, die Kids von EducArte Antigua mit denen von Ciudad Vieja zum ersten Mal zusammenzuführen, damit sie sich kennenlernen können. Alle hatten so viel Spaß, ein wahrlich schöner Geburtstag.

 

 

 

 Kunstfestival

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Das Kunstfestival von CasaSito sollte in diesem Jahr mal etwas anders verlaufen. So wurden die Gruppen der verschiedenen Organisationen bunt durcheinander gewürfelt, um sich untereinander besser kennenzulernen. Den ganzen Tag über wurden unterschiedliche Workshops und Aktivitäten durchgeführt und selbstverständlich wurden die Kunstwerke der Kinder ausgestellt und zum Verkauf angeboten (siehe unten).

EducArte hatte einen Kunstworkshop vorbereitet, bei dem am Ende die gesamte Gruppe ein Gemeinschaftskunstwerk schuf.

 

Martín, Delwin, Carlos, Abigail und Jesús mit ihrem musikalischen Beitrag.

 

“Keine Gewalt gegen Frauen”

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Auch in diesem Jahr drehen sich sämtliche Aktionen im November um das Thema Gewalt gegen Frauen. EducArte hat eine Reihe von Aktivitäten in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen auf die Beine gestellt. Es wurden mehrere Kinovorführungen mit internationalen Filmen zum Thema angeboten.

Eine Ausstellung der verschiedenen Organisationen, die mit und für Frauen arbeiten, sowie ein Forum wurden veranstaltet, bei dem fünf Expertinnen mit folgenden Themen zum offenen Meinungsaustausch anregten: Formen der Gewalt gegen Frauen, Sexuelle Gesundheit und Selbst-bestimmungsrechte, Psychologie als eine Alternative zur Überwindung von Gewalt, Hilfsorganisationen bei Fällen von Gewalt.

 

Wie jedes Jahr fand dann am 25. November der Marsch durch Ciudad Vieja statt, den EducArte organisiert und an dem sowohl Frauen als auch Männer und Kinder teilgenommen hatten. Schließlich ist die gesamte Gesellschaft betroffen und es geht alle an: Wir sagen NEIN! zur Gewalt gegen Frauen.

 

 

 

 

 

 

 
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Interview mit Doña Carmen 

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In dieser Befragung zu EducArte und den diesjährigen Projekten spricht Direktorin Alejandra mit Doña Carmen, Mutter von Jesús, welcher ein Stipendium für das Colegio “El Adelanto” hat und nachmittags an der Hausauf-gabenhilfe und den außer-schulischen Aktivitäten teilnimmt. In diesem Jahr schließt er die 6-jährige Grundschule ab. 

Alejandra: Inwiefern kommt Ihnen die Teilnahme bei EducArte zugute? 

Doña Carmen: Es hat mir geholfen, weiter für meinen Sohn zu kämpfen. 

Alejandra: Beschreiben Sie kurz, warum brauchen und beantragen Sie die Unterstützung der Organisation?

Doña Carmen: Weil es für mich schwierig ist, meinem Sohn zu ermöglichen, was er braucht.     

Alejandra: Haben Sie die Möglichkeit und den Vorsatz, an den angebotenen Aktivitäten teilzunehmen?

Doña Carmen: Ja. 

Alejandra: Inwiefern leistet Ihre Familie einen Beitrag in der Gemeinschaft?

Doña Carmen: Gutes Beispiel sein, ein guter Bürger sein und sich gegenseitig helfen.   

Alejandra: Warum ist Bildung für Ihre Familie wichtig?

Doña Carmen: Die Kinder müssen vorbereitet sein für das Jetzt und ihre Zukunft.  

Alejandra: Glauben Sie, dass die außerschulischen Kunstaktivitäten eine Zeitverschwendung sind?

Doña Carmen: Nein.

Alejandra: Welche Pläne haben Sie im Hinblick auf die Bildung Ihres Kindes?

Doña Carmen: Dass er die Schule abschließt.

Alejandra: Wie könnten Sie etwas bei EducArte beisteuern? 

Doña Carmen: Mithelfen, wenn sie etwas brauchen und Vorschläge machen. 

Alejandra: Wie bewerten Sie die Angebote für Eltern und Ihre Teilnahme bei EducArte? 

Doña Carmen: Gut.

Alejandra: Vielen Dank für das Gespräch.

EducArte in Antigua

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In diesem Monat beginnt EducArte sich räumlich zu erweitern. Neben Ciudad Vieja bieten wir unsere Programme nun auch in Antigua an. Damit reagieren wir auf die Bedürfnisse von 26 Familien, die Interesse zeigen und an unseren Kunst-, Erziehungs-, Politik- und Bildungsprogrammen teilnehmen möchten.   

Obwohl die Ziele dieselben sind, sowohl für EducArte Ciudad Vieja als auch EducArte Antigua, nämlich: Soziale Gerechtigkeit durch Kunst, Bildung, Gesundheit und Ernährung, so ist die Arbeitsmethodologie doch manchmal ganz anders. Schließlich sind beide Standorte sehr ungleich. Während Ciudad Vieja durchaus einen eher dörflichen Charakter besitzt, kann Antigua schon als städtisch bezeichnet werden. Daher stehen die Leute jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen und Problemlagen gegenüber. 

Kaum begonnen, haben sich die Mütter bereits organisiert und halten schriftlich fest, welche Themen sie gern bearbeiten möchten.

In der Zwischenzeit nehmen die Kinder der Frauen an anderen Angeboten teil. 

Außerdem gibt es eine Reihe von weiteren Aktivitäten, die für alle interessierten Kinder und Jugendlichen offen zugänglich sind.

Eine der ersten Aktionen ist der internationale Tag des Mädchens. Hierzu wird ein Zusammentreffen von 10 Mädchen aus Ciudad Vieja und Antigua organisiert. Sie verbringen den Tag miteinander und reden darüber, wie es ist, ein Mädchen in einem Land wie Guatemala zu sein, wo Gewalt gegen Mädchen und die fehlenden Chancen täglich sichtbarer werden. Die Schlußfolgerungen und Petition werden in der nächsten Versammlung der Komission für Kindheit und Jugend vorgelegt und enthält folgende Forderung: Zugang zu und Garantie auf Bildung, Sexualerziehung, Sensibilisierung und Information für die Familen, um Diskrimination vorzubeugen.

In einer weiteren Aktivität wird über die Kinderrechte gesprochen, welche auf Flugblättern in der Nachbarschaft verteilt werden.

 

 

 


Kindertag

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Wie immer feiert EducArte den Kindertag kostümiert. 

Die Straße wird in Beschlag genommen und für die verschiedenen Spiele besetzt. Alle genießen die Feier, sogar
die Nachbarn beobachten amüsiert das Spektakel.  

 

Viele Freunde von EducArte hatten Essen und Getränke gespendet, so dass kurzerhand entschlossen wurde, die vielen Reste nach Antigua zu bringen und den Kindertag auch dort mit den Kids  zu feiern.  

 

 

 Ein großer Dank gilt allen Sponsoren:

  • Suzanne Brichaux
  • Saul Linares
  • Mai Vasquez; panaderia Santa Clara
  • Delia Orellana
  • Manuela Rosales und Willy Pivaral
  • Manuel Alvarez
  • CFCE
  • Doña Mercedes de Beteta (Fonda de la Calle Real)
  • Marcela und Yair
  • Panaderia UNIPAN
  • Gladis Ambrosio
  • Pancho Ambrosio
 
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Auszeichnungen
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Am 13. September fand in den Räumlichkeiten der Verwaltungsgemeinde Ciudad Vieja ein offizieller Festakt statt, bei dem alle Fahnenträger (d.h. die besten Schüler ihrer Klassenstufe) sämtlicher Bildungseinrichtungen in und um Ciudad Vieja herum für ihre schulischen Leistungen und Mühen geehrt wurden. Die gesamteVeranstaltung wird von der Gemeindeverwaltung selbst organisiert. Der Bügermeister persönlich und der Gemeinderat überreichen die Urkunden. Mehr als 50 Kinder, deren Familien und viele weitere Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. EducArte war mit Jesús, Abigail und Delwin vertreten, die voller Stolz ihre Urkunde entgegen nahmen.

 

Unabhängigkeitstag
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Guatemala feierte am 15. September seinen Unabhängigkeitstag und dafür wurden im ganzen Land verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen organisiert. Der Großteil der privaten Colegios und öffentlichen Schulen in Ciudad Vieja veranstaltete einen großen Umzug.

Auch die EducArte-Kids, die Stipendien für das Colegio “El Adelanto” haben, nahmen daran teil. Bei diesem Umzug wurden landestypische Aspekte präsentiert: die traditionelle Uniform, die Fahnenträger, die heimatlichen Symbole, die Musikkapelle und Vieles mehr.
Dies ist eine Tradition in ganz Guatemala und somit auch in Ciudad Vieja keine Ausnahme. Man zieht durch die Hauptstraßen und erfreut damit die Leute, abgesehen von den Autofahrern.

“24 -0”
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Im September nehmen die Schüler der extra-kurrikularen Grundschule am Projekt “24-0” (24 Stunden – 0 Gewalt) teil. Es handelt sich dabei um eine Bewegung, die Bewusstsein für eine Friedenskultur stiften möchte.
EducArte arbeitet bereits seit Jahren in diesem Bereich und spricht unter anderem Themen an wie Gewalt, Gender, Bürgerinitiative, Rechte und Verantwortung. Daher sind sämtliche unserer Aktivitäten auf eine Kultur des Friedens ausgerichtet. Auf den Straßen Ciudad Viejas machen die Schüler die Menchen auf dieses Thema aufmerksam und beziehen sie in die Aktion mit ein, damit auch sie Gesicht zeigen gegen Gewalt.

 

 

Spendenaktionen
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Um mehr Geldmittel zu beschaffen, organisiert das EducArte-Team verschiedene Aktionen, darunter auch das Vorführen von pädagogischen Dokumentationen zur Sexualerziehung für Kinder. Die erste Vorführung findet im Colegio “El Adelanto” statt mit ungefähr 15 Schülern. Ein kleiner Imbissstand wird natürlich auch aufgebaut.
Eine weitere Idee, mehr Spenden zu sammeln, ist der Verkauf des offiziellen T-Shirts, das es in verschiedenen Versionen geben soll. Eine davon ist das rote: Menos Casaca más Acción!!! (dt.: Weniger Gerede Mehr Aktion!!!) für Q75.00.

 

¡Menos casaca, Más acción!
(Weniger Gerede, mehr Aktion!)
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In diesem Monat endet dasPilotprojekt “Friedenserziehung durch Partizipation und Nicht-Gewalt” mit einer tollen Veranstaltung und vielen anderen Organisationen. Direktorin Alejandra Hernández hat das Projekt als Workshopleiterin erarbeitet und auch durchgeführt.
Während der letzten sieben Monate hat EducArte in Zuammenarbeit mit dem Institut für Technik und Wirtschaft in Antigua dieses Projekt realisiert, welches an Schüler der Mittleren Reife und Abitur gerichtet ist, d.h. an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre.
Im Anschluss an einer Reihe von Nachforschungen, Interviews und einer vorherigen Kontextualisierung der Bedürfnisse der Zielgruppe sollen mithilfe diverser spielpädagogischer Aktivitäten und Methodologie Folgendes für die teilnehmenden Schüler erreicht werden: Förderung und Sensibilisierung sowie Schaffung von Raum für Partizipation und Lernen.
Die folgenden Bereiche wurden während des Prozesses thematisiert: Gleichstellung, Gewalt, Rechte zur sexuellen Selbstbestimmung, Rechte von Kindern und Jugendlichen, Selbstbewusstsein und soziale Beteiligung in der Gesellschaft.
Dabei kommen Methoden der Volksbildung (educación popular) zur Anwendung, z.B. Diskussionsrunden zu bestimmten Themen, Vertrauenskreise, Ausstellungen, Bildungsausflüge, Theaterforen, Vorträge, usw. Wie haben die Teilnehmer den Prozess erlebt?
Die Themen waren interessant und sehr bedeutend und wichtig. Sie brachten uns zum Nachdenken darüber, wie wir miteinander umgehen und uns wahrnehmen. Zugleich erkannten wir, dass wir als Jugendliche und Schüler nicht nur Pflichten haben, sondern auch Rechte, die wir oftmals gar nicht
kennen. Eine andere überaus wichtige Sache war die Aufklärung über unsere Rechte der sexuellen Selbstbestimmung. Es war schon ziemlich interessant zu sehen, wie viele Mitschüler Zweifel zum Thema Sexualität haben, sich aber aus Angst nicht trauen, Fragen zu stellen und dies lieber für sich behalten und ohne Antworten bleiben. Obwohl wir anfangs in vielen Fällen die Bedeutung nicht verstanden haben oder besser gesagt, die Wichtigkeit von Partizipation und Information nicht kannten, so begriffen wir am Ende des Prozesses, dass wir als Jugendliche die Zukunft sind und daher Verantwortung tragen und Information und Bildung einfach notwendig sind.

Wie wurde das Projekt aus Sicht der Leiterin erlebt?
Schon zu Beginn und nach Voruntersuchung und Kontextualisierung war bereits ein Pilotplan aufgestellt, doch während des Prozesses wurde mir schnell klar, dass Improvisationstalent gefragt ist sowie die Fähigkeit, sein Konzept spontan ändern und anpassen zu können. Es gab viele Unklarheiten und Zweifel unter den Teilnehmern. Die Gruppen unterschieden sich in ihrer Motivation je nach Stundenplan und Räumlichkeiten.

Die Lehrer spielten ebenso eine maßgebliche Rolle dafür, wie der Prozess empfunden wurde.

Es ist mir wichtig zu erwähnen, dass sich die Schüler der technischen Ausbildungen, abgesehen vom technischen Zeichnen, weniger einbringen und beteiligen und somit auch kaum das Recht auf Meinungsäußerung in Anspruch nehmen. Diese Situation sollte aufmerksam beobachtet werden, um der Weiterführung dieser autoritären Anpssungsform entgegenzuwirken. Ohne die Absicht, die gesamte Schülerschaft hinsichtlich ihrer Ausbildungsrichtung zu spalten, muss dennoch festgestellt werden, dass es große Unterschiede zwischen Verwaltungsausbildungen gibt, in denen die Schüler offener für Teilnahme, Reden und vor allem für Umgestaltung sind.

Ein weiterer Gesichtspunkt, der hervorsticht, ist das große Bedürfnis der Schüler gehört und beachtet zu werden, und zwar auf eine sensiblere und menschlichere Art und Weise sowie in ihrer eigenen Sprache, einer partnerschaftlichen Kommunikation und nicht der einer Überlegenheit. Diese führt lediglich dazu, dass sich die Kids verschließen, nicht beteiligen und nicht reden.
Am Ende des Workshops ließ sich eine angeregte Entschlossenheit beobachten sowie eine Notwendigkeit, diese Form des Lernens in derartigen Bildungseinrichtungen.
Denn schon mit kleinen Schritten lassen sich große Resultate erzielen. In diesen Institutionen gibt es viele große und positive Führungspersönlichkeiten unter den Schülern und Studenten, in die es sich lohnt, Zeit und Mühe zu investieren. Mit einer gesunden Selbstwahrnehmung und mithilfe eines bewussten Lernens könnten sie einen enormen Beitrag leisten, damit ihr schulisches Umfeld, dieses Land, dieser Planet, diese Welt jeden Tag ein wenig besser wird.
Außerdem empfehle ich dringend, mit den Eltern und den Lehrern zu arbeiten. Auf diese Weise erreichen wir eine ganzheitliche Bildung in allen Bereichen, die mit den Schülern zu tun haben. Eine höhere Sensibilisierung, mehr Information und Verbindlichkeit hinsichtlich dieser Lernform und Themen wie sexueller Gesundheit sollten besonders für Lehrer unverzichtbar sein.
Wir bedanken uns und beglückwünschen das Institut für Technik und Wirtschaft an dieser Herausforderung teilgenommen zu haben. Unsere Herausforderung im Kollektiv: Säen, Initiative zeigen und Umgestalten mittels Friedenserziehung!
Vielen Dank für die Mitarbeit und
Teilnahme.

Hier können Sie den Newsletter als PDF herunterladen: Newsletter September 2012