So, nun ist es offiziell, die olympischen Winterspiele können nun auch im westlichen Hochland Guatemalas stattfinden ;-)  

Na gut, soweit ist es dann doch noch nicht.

Wetter- und klimatechnisch hat das kleine mittelamerikanische Land ja so Einiges zu bieten, aber eventueller Schneefall wird da in den Reiseberichten eher nicht erwähnt.  

Die Menschen im Departamento San Marcos staunten jedenfalls nicht schlecht als sie eines Morgens die weiße Pracht erblickten.  

Zuvor hatten die Bewohner Antiguas noch eine Schneedecke auf der Spitze des Vulkans Acatenango beobachtet, was nicht ganz so außergewöhnlich ist, aber dennoch sehr selten vorkommt.

In den Medien und sozialen Netzwerken drückten die Menschen aus den betroffenen Gebieten ihre Freude über das Naturspektakel aus. Die Lehrer verschiedener Bildungseinrichtungen verlegten kurzerhand ihren Unterricht nach draußen, um mit den Schülern die schneebedeckten Berge und Bäume zu betrachten, einige Leute bauten sogar Schneemänner. 

So wunderschön der Anblick und auch die Erfahrung für die Menschen war, so ist es dennoch bedenklich, dass sich diese extremen Kaltfronten womöglich häufen könnten. Allein die Tatsache, dass die Menschen in Guatemala keine Heizungen in ihren Häusern haben und bei vielen sogar der Wind direkt durch die Wellblechhütten pfeift, wirkt dann doch ernüchternd. 

Laut Nationalem Institut für Seismologie, Vulkanologie und Hydrologie ist dieses eher ungewöhnliche Wetterphänomen in Guatemala auf den Klimawandel zurückzuführen. Möglicherweise waren dies also nicht die letzten Schneemänner, die in Guatemala gebaut wurden.