3848-mal von Ciudad Vieja nach Antigua

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Das ist die Strecke, die Frank Herrmann bei seiner “Fairen Biketour” in Deutschland mit dem Fahrrad zurückgelegt hat. 

Damit sich die Kinder vorstellen können, wieviel 4618 Kilometer und 40769 Höhenkilometer sind, hat er sich die Mühe gemacht, die Zahlen in Einheiten umzurechnen, die für sie besser nachvollziehbar sind. Das ist als so viel wie in 114 Tagen 3848-mal nach Antigua zu fahren und von den Höhen-unterschieden her 110 mal den Vulkan Agua zu besteigen. Da staunen die Kinder nicht schlecht. 

In einer kleinen Präsentation stellt Frank einige Orte auf seiner Route vor, beantwortet neugierige Fragen und kommentiert witzige Bemerkungen der Kids. 

 

Karneval und Valentinstag

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Wie schon des Öfteren wird bei EducArte Karneval und Valentinstag zusammengelegt. Warum auch nicht? Wann sonst bekommen Spiderman und andere Superhelden die Möglichkeit, kleine Freundschaftskärtchen auszutauschen. Die Feier ist am 12. Februar, also noch vor dem eigentlichen Valentinstag. Doch zunächst muss noch Einiges vorbereitet werden.

Die Freundschaftskärtchen müssen gebastelt und die Eierschalen bemalt und mit Konfetti gefüllt werden. Bei den Eiern handelt es sich um eine typische Karnevalstradition. Sie werden später beim Fest auf den Köpfen zerschlagen. Das hört sich brutal an, ist aber ein Heidenspaß für alle…und noch Tage später findet man Konfettireste in den Kleidern und sämtlichen Ecken und Ritzen des Hauses. 

Dann ist es endlich soweit.  

Stolz zeigen sich die Kinder in ihren Kostümen bei dem Umzug durch die Straßen Ciudad Viejas. 

Später finden sich alle wieder bei EducArte ein und die Feier kann beginnen.

Den eigentlichen Valentinstag feiert dann jede Gruppe ganz speziell, so wie hier im Bild die Kleinsten bei EducArte.

 

Lebenslanges Lernen

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Was vielleicht wie eine Strafe klingen mag, soll lediglich deutlich machen, dass sich EducArte als Organisation und jeder Einzelne im Team ständig weiterentwickelt und neu dazu lernt. Solche Prozesse sollen daher zusätzlich mit Weiterbildungen gefördert werden. So nehmen die Mitarbeiter verschiedene Weiterbildungsangebote wahr und erweitern damit nicht nur ihren persönlichen Horizont, sondern bereichern mit ihrem neuen Wissen und Techniken auch die Bildungsarbeit der Einrichtung.

Fressy und Luis haben in diesem Monat an einem Workshop teilgenommen, bei dem es um die die Gendertheorie geht und wie die Arbeit der Geschlechtergleichberechtigung in kulturellen Zentren Anwendung findet.     

 

Kunst, Bewegung und Berufsausbildung…

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Die Bildung bei EducArte geht schon immer weit über die Schulbildung hinaus. Lesen, Schreiben und Auswendiglernen ist uns einfach nicht genug. 

Die Kinder sollen sich frei bewegen können, das heißt sie müssen ihren Körper kennen, fördern und fordern lernen. 

Sie sollen ihre Gedanken zum Ausdruck bringen, das Wort ergreifen können und kreativ bleiben.

Einmal in der Woche gehen die Schüler der extrakurrikulären Grundschule zu einem Schreinereiprojekt für Kinder und Jugendliche. Dort lernen sie Theorie und Praxis des Schreinerberufes kennen. 

Natürlich müssen jetzt nicht alle Schreiner werden, aber einen richtigen Beruf zu erlernen, seine Kreativität auf andere Art und Weise zu fördern, den Umgang mit hochwertigen Materialien und Werkzeugen zu lernen sowie die Erfahrung, selbst etwas herstellen  zu können, hat einen ungemeinen Bildungswert.

 

…und warum Jonglieren nicht nur Zeitvertreib und Zirkus ist 

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In diesen eben ausgeführten Bereich gehört auch die Artistik und ganz speziell das Jonglieren, das Spiel mit dem Diabolo und verschiedene Formen der Kontaktjonglage, bei denen  Gegenstände auf dem Körper balanciert werden. Leider wird der Wert dieser Bewegungskunst oftmals unterschätzt. Dabei gilt es als erwiesen, das derartige Übungen entspannen, das Körpergefühl stärken und die Gehirnleistung fördern, außerdem bringt es Spaß. 

In diesem Jahr legt EducArte ganz besonderen Wert auf diese Form der Entwicklungsförderung.

Noch ist es Lehrer Hansel, der die staunenden Blicke auf sich zieht, doch EducArte ist sich ziemlich sicher, dass wir in den nächsten Monaten eine  Menge kleiner Artisten vorstellen können. Ein weiterer pädagogischer Effekt stellt sich ein, wenn die Kinder lernen müssen, mit ihrer Frustration umzugehen, weil nicht gleich alles auf Anhieb klappt. Sie werden dazu angeregt, nicht gleich aufzugeben, das Durchhaltevermögen wird eingeübt.